Zum Sozialpraktikum nach Frankreich

Ein Bericht von Elsa Ostertag (Jg. 9)

Ich habe mein Sozialpraktikum in dem zweisprachigen Kindergarten ,,Les Mickele“ in Strasbourg absolviert. Der Kindergarten besteht aus drei großen Klassenräumen und einer Mensa. Es gibt drei verschiedene Gruppen und ich war für die Papillons (Schmetterlinge) zuständig. Die Kinder in meiner Gruppe waren zwischen drei und sechs Jahre alt.

Die Kinder der Gruppe stammten teils aus einer zweisprachigen Familie oder die Eltern wollten, dass den Kindern schon früh die deutsche Sprache beigebracht wird. Mein typischer Tag begann morgens um 8.15 Uhr. Wenn ich den Kindergarten betrat, hat es nicht lange gedauert und die ersten Kinder haben schon nach mir gerufen. Anschließend sind wir in die Gruppe gegangen und haben uns am Maltisch beschäftigt. Bis alle Kinder dann nach und nach eingetroffen sind, haben wir Spiele gespielt, wie z.B. ein Puzzle. Als dann alle Kinder spätestens um 9 Uhr da waren, hat die Erzieherin eine Melodie auf einem Glockenspiel gespielt und dies war das Zeichen für die Kinder, dass sie zu diesem Zeitpunkt frühstücken gehen konnten. Daraufhin haben wir uns alle  im Morgenkreis zusammengefunden und ein Lied gesungen. Dies hat mir viel Spaß gemacht und alte Erinnerungen von meiner Kindergartenzeit geweckt.

In den zwei Wochen, in denen ich da war, haben wir uns ausführlich mit den Tieren auf einem Bauernhof beschäftigt. Ich habe mit der mittleren Gruppe die Geräusche von den Tieren aufgenommen. Um 11Uhr ging es dann zur Sporthalle (Montags) und dort haben wir verschiedene Übungen gemacht. Ich durfte mit einer Erzieherin die Betreuung der Kinder übernehmen. An anderen Tagen haben wir zu der Zeit gebacken oder Spiele gespielt. Danach ging es dann für alle auf den Hof und somit konnten die Kinder ihre Freunde aus den anderen Gruppen treffen. Ich habe mit den Kindern auch des öffteren “Hoppe, hoppe Reiter” gesungen. Die Kinder wollten oft verstecken/fangen mit mir spielen. Um 11.45Uhr wurden die jeweils Kleineren aus den Gruppen zum Mittagessen gerufen. Als dann um 12Uhr die Kirchenglocken geleutet haben, hatte ich gemeinsam mit dem ganzen Team Pause. In der Zeit, in der wir nicht da waren, konnten sich dann morgens die Eltern eintragen, die in der Zwischenzeit mit den Kindern draußen spielten.

Meine Pause ging täglich von 12Uhr bis 13.45Uhr. Nach meiner Pause waren alle fertig mit dem Essen, somit sind wir dann reingegangen und haben uns wieder in den Kreis gesetzt. Die Kleineren sind dann nach dem Mittagsschlaf auch zu uns gekommen und dann haben wir eine Gruppenarbeit gemacht. Währrend der Arbeitsphase haben mich die Kinder gebeten, ein Bild für sie zu malen oder mit ihnen prickeln zu gehen. Danach wurde aufgeräumt und die ersten Kinder wurden abgeholt. Mit den Kindern, die später abgeholt wurden, sind wir in die Nachmittagsbetreung gegangen und haben uns dort weiterhin mit ihnen beschäftigt. Um 17 Uhr bin ich nach Hause gegangen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir dieses Praktikum viel gebracht hat, weil ich jetzt Kinder besser einschätzen kann und ich weiß, wie viel Verantwortung man in diesem Beruf hat. Außerdem finde ich auch, dass mir die Zusammenarbeit im Team viel gebracht hat, da ich neue Sachen dazu gelernt habe.

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