Lesetipps für die Corona-Zeit

Deutschlehrerinnen und –lehrer stellen ihre Lieblingsbücher vor

Schon seit vielen Wochen müssen Schülerinnen und Schüler zu Hause bleiben, ohne die Schule besuchen zu können – keine leichte Situation für viele Kinder und Jugendliche. Vielleicht kann es da guttun, neben den täglichen Schulaufgaben einmal wieder zu einem Buch zu greifen und nach Herzenslust zu lesen?

Als Anregung dafür haben Lehrerinnen und Lehrer der Fachschaft Deutsch Werke zusammengestellt, die sie selbst lieben und schätzen: Bücher für Jung und Alt, die einfach Freude machen, Spannung garantieren und den Leser bzw. die Leserin in geheimnisvolle Welten eintauchen lassen.

Viel Freude beim Studieren der folgenden Buchempfehlungen!

„Oberschnüffler Oswald“ von Christian Bieniek (ab der Jahrgangsstufen 5/6, aber auch „ältere“ Leserinnen und Leser werden ihren Spaß haben):

„Tierquälerei! Jetzt renne ich schon seit einer Stunde neben Timos Fahrrad her. Okay, ich hab zwar vier Beine, aber leider keine Gangschaltung.“ So beginnt die Geschichte von Oswald, der als tollpatschiger Detektivhund mit seinem Herrchen Timo und seiner Clique im Fall eines Bilderdiebs ermittelt. Die spannende Geschichte, die aus der Sicht des Hundes Oswald geschrieben ist, bringt Jung und Alt zum Lachen.

„Rico, Oskar und die Tieferschatten“ von Andreas Steinhöfel: (ab der Jahrgangsstufe 5/6):

Rico ist ein ganz besonderes Kind und hat einen Blick für Dinge, denen gewöhnliche Menschen keine Beachtung schenken. Und zugleich macht er sich viele wunderbare Gedanken, die jedoch bisweilen wie in einer Bingo-Trommel mächtig durcheinandergeraten, so dass er den blauen oder grünen Faden verliert. Als er eines Tages Oskar mit dem blauen Helm kennenlernt, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach dem gefürchteten ALDI-Kidnapper. Und zusammen mit seinem Freund Oskar sind auch die Tieferschatten nicht mehr so furchterregend. Ein heiterer, tiefsinniger und zugleich spannender Roman in einer spitzfindigen Sprache – absolut lesenswert!

„Das Geheimnis von Bahnsteig 13“ von Eva Ibbotson (etwa ab der Jahrgangsstufe 5/6):

Ein nicht sonderlich bekannter, aber nicht unwesentlicher Jugendroman der Wiener Autorin Eva Ibbotson, der durchaus als Vorläufer der berühmten Harry Potter Reihe von Joanne K. Rowling angesehen werden kann. Zentraler Schauplatz ist auch hier der Bahnhof King´s Cross, der alle neun Jahre als Portal zu einer magischen Welt dient, die mit all ihren zauberhaften Inselwesen fantastischer kaum sein könnte. Als jedoch der kleine Königssohn während der neuntägigen Öffnung des Gügels entführt wird, läutet dies eine spannende Rettungsaktion ein. Wird es dem Team um die kleine Hexe Lex Griddle rechtzeitig gelingen?

„AQUAmarin“ von Andreas Eschbach (etwa ab der Jahrgangsstufe 7):

Dieses Buch wurde mir im Rahmen eines Kinder- und Jugendbuchprojekts von einer ortsansässigen Buchhändlerin empfohlen. Da ich gerne Bücher lese, die Zukunftsszenarien beschreiben, hat mich die Thematik gleich gefesselt, denn der Roman im spielt Jahr 2151.

Es geht um Saha, eine Außenseiterin, die in der australischen Stadt „Seahaven“ lebt. Da sie Waise ist, wächst sie bei ihrer taubstummen Tante Mildred auf. Saha hat es nicht leicht: sie hat merkwürdige unheilbare Wunden am Oberkörper, derentwegen ihr verboten wird, am Schwimmunterricht teilzunehmen. In der Schule wird sie von Mitschülerinnen schikaniert und sogar bei einem Vorfall in ein Becken geschubst, obwohl sie nicht schwimmen kann. Doch dieser Vorfall führt letztendlich dazu, dass sie eine Gabe entdeckt, die sie nicht haben dürfte. Sollte diese Gabe jemals entdeckt werden, wird sie ausgewiesen und verstoßen. Ein weiterer Vorfall zwingt sie jedoch dazu diese Gabe in der Öffentlichkeit einzusetzen …

Ein fesselndes, spannendes und – trotz seiner Länge von 408 Seiten – kurzweiliges Buch!

„Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green (etwa ab der Jahrgangsstufe 8):

Du suchst nach einem Leseerlebnis, das dich von der ersten Seite an lachen lässt, gleichzeitig aber auch zu Tränen rührt? Dann ist „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ genau das Richtige für dich.

Die intelligenten und ironisch-lustigen Dialoge zwischen Hazel und Gus, den beiden Hauptcharakteren, geben uns einen Einblick in das Leben zweier Teenager, die an Krebs erkrankt sind. Die beiden erleben ihre erste große Liebe wie jeder andere Teenager und doch ganz anders. Der Leser erfährt auf humorvolle und berührende Weise, was im Leben wichtig ist.

Übrigens: Wer Freude an der englischen Sprache hat, sollte es sich nicht entgehen lassen, das Original „The Fault in Our Stars“ zu lesen (etwa ab der 9./10. Jahrgangsstufe).

„Gut gegen Nordwind“ von Daniel Glattauer (etwa ab der Jahrgangsstufe 9):

Die moderne Version eines Briefromans lässt sich nicht nur leicht lesen, sondern den Leser direkt in die (Beziehungs-)Welt des Sprachpsychologen Leo Leike und der Webdesignerin Emmi Rothner eintauchen, die per eMail herrlich zynisch, gefühlvoll und ehrlich miteinander kommunizieren. Dabei sorgt die unkonventionelle Erzählweise – der Roman besteht nur aus eMail-Nachrichten – gerade dafür, dass der Leser immer nur so viel über die Figuren und ihre Gefühlslage weiß, wie die Empfänger der jeweiligen Nachrichten. Dies übt eine faszinierende Wirkung auf den Leser aus, der auf diese Weise – ohne es zu merken – von der Handlung in ihren Bann gezogen wird.

„Töchter einer neuen Zeit“ von Carmen Korn (etwa ab Jahrgangsstufe 9/10):

Dieses Buch ist der erste Band einer Trilogie, die das Schicksal von vier Frauen nach dem Ende des ersten Weltkriegs beschreibt. Die vier Frauen, deren Lebensweg hier nachgezeichnet wird, sind die 19-jährige Henny, die im Frühjahr 1919 die Hebammenausbildung an der Hamburger Frauenklinik Finkenau beginnt, Käthe, Hennys Kollegin, Ida, die der oberen Gesellschaftsschicht angehört, und Lina, die als alleinstehende Lehrerin ein unkonventionelles Leben führt. Wie die vier Frauen mit persönlichen Schicksalsschlägen, aber auch mit den politischen Umwürfen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts umgehen und zurechtkommen, wird auf eine eindrückliche und fesselnde Art beschrieben, die Lust darauf macht, die Folgebände „Zeiten des Aufbruchs“ und „Zeitenwende“ zu lesen, da man mehr vom Schicksal der vier Frauen, ihrer Kinder und Enkelkinder erfahren möchte.

„Planet Basketball. Full Court Press: 10 Jahre zwischen Kobe und Keyboard“ von André Voigt und Jan Hieronimi

Für jeden Basketball-Fan, und davon haben wir am St. Xaver ja reichlich, genau das richtige Buch! Viele Geschichten und Anekdoten über die größten Basketball-Stars der NBA aus den Achtzigern, Neunzigern und der Gegenwart, und wie sie die Basketball-Fankultur in Deutschland prägten. Die großen Hochs und Tiefs von Dirk Nowitzki, LeBron James und Kobe Bryant bis hin zu Michael Jordan und Larry Bird.

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