Ermutigende Nachrichten aus Bolivien

Internat in Tapacari wieder geöffnet

(pz). Die Pandemie hat auch Bolivien hart getroffen. Seit einem Jahr war deshalb das von den Steyler Missionsschwestern geleitete Internat in Tapacari, das das Gymnasium St. Xaver seit vielen Jahren mit Spendengeldern unterstützt, geschlossen. Umso erfreulicher ist die Nachricht, die uns nun kurz vor Beginn der Bolivienwoche erreichte: Das Internat ist seit dem 1. Februar wieder geöffnet.

Etwa 120 Kindern und Jugendlichen aus verstreut in den Bergen wohnenden indigenen Familien bietet die Einrichtung die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Wie hart es die Jungen und Mädchen getroffen haben mag, als das Internat angesichts der Corona-Pandemie bis auf unbestimmte Zeit geschlossen wurde, kann kaum in Worte gefasst werden. Eine Form von Homeschooling per Internet gibt es in Bolivien nur in den großen Städten und dort auch nur für Kinder aus Familien, die sich einen Computer leisten können.

Nun, nach einem Jahr der Schulschließung, schrieb die Leiterin des Internats, Schwester María Julia, dass die Steyler Missionsschwestern nach Tapacari zurückgekehrt sind und das Internat seit dem 1. Februar wieder geöffnet ist – natürlich unter Beachtung der notwenigen Sicherheitsmaßnahmen. Weil es derzeit keine neuen Covid-19-Fälle gebe, sei der Präsenzunterricht in der Region seit diesem Datum wieder erlaubt.

Entsprechend glücklich zeigten sich die Kinder und Jugendlichen des Internats, wie Schwester María Julia in ihrer Nachricht betont: Sie seien „heilfroh und dankbar“, wieder Zugang zu Bildung zu haben. An sie, die Schwächsten der Armen, wird in der Bolivienwoche besonders gedacht werden – in der Hoffnung, dass es nun weiter vorangehen und die Pandemie sich nicht wieder erneut ausbreiten möge.

Zum Titelbild: Sie dürfen wieder zur Schule: Die Schülerinnen und Schüler des Internats in Tapacari (hier während des Besuchs im Jahr 2015).

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