Digital Camp: Extrem im Netz

Schülerinnen und Schüler der Jgst. 11 werden aktiv gegen Hass im Netz

(fe). Instagram, TikTok, YouTube…bekannte soziale Netzwerke, die stetig an Bedeutung gewinnen und das Leben vieler Menschen, vor allem Jugendlicher, mittlerweile enorm beeinflussen. Neben vielen Vorteilen solcher Netzwerke wird auch immer wieder auf Gefahren hingewiesen, beispiels-weise die erkennbar wachsende Radikalität, sei es in Form von Rechtsextremismus oder Cybermobbing.

Diese Thematik bildete die Grundlage des dreitägigen Digital Camps ‚Extrem im Netz – Gefahren erkennen und abwehren‘, an dem die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 des Gymnasiums St. Xaver nun teilnehmen durften. Trotz der schwierigen Pandemie-Umstände konnte den Schülerinnen und Schülern dieses einmalige Angebot ermöglicht werden, das eigentlich schon im ersten Halbjahr hätte stattfinden sollen. “Uns war es sehr wichtig, dass nach den sehr guten Erfahrungen der vergangenen Jahre auch der aktuelle Q1-Jahrgang, der im laufenden Schuljahr auf so vieles verzichten musste, dieses herausragende Projekt durchführen kann. Darüber, dass es nun so knapp vor den Sommerferien noch realisiert werden konnte, sind wir sehr glücklich und dankbar,” erläutert der Koordinator für den Bereich Medien am Gymnasium St. Xaver, Severin Girolstein.

Die Organisatoren und Workshopleiter des Digital Camps (v.l.n.r.): Ann-Kathrin Seidel, Juliane Heßmann, Severin Girolstein (Koordinator für Medien am St. Xaver), Michael Scheppe, Antonio Burgos (Schulleiter), Yaya Blank, Paul Tresp, Marcus Fichtel, Mara Bergmann, Frank Windeck und Arafat Alves

Bei den Digital Camps, entwickelt und durchgeführt von der Konrad-Adenauer-Stiftung, handelt es sich um digitale Bildungsprojekte für Schülerinnen und Schüler, die den Fokus auf das praktische Einüben von digitalem Know-how legen. Frank Windeck, Koordinator des Projekts für die Konrad-Adenauer-Stiftung, erläutert: „Wir gehen verschiedenen Schwerpunkten und Fragen nach, zum Beispiel: Welche Chancen bringt der technologische Wandel mit sich? Welchen Herausforderungen müssen wir uns stellen? Was kann man gegen Cybermobbing und Hate Speech tun? Wie schützt man sich und andere vor Extremismus im Netz?“

Nach einer theoretischen Einführung durch verschiedene Kurzvorträge und thematisch variierende Kurse am ersten Projekttag standen an den weiteren beiden Tagen verschiedene Workshops an, die die Schülerinnen und Schüler zuvor frei nach ihren Interessengebieten wählen durften, beispielsweise ‚YouTube – Dein Video gegen Hass‘, ‚Mobile Journalism – Handyfilme für mehr Toleranz‘ oder ‚Podcasts – Deine Stimme gegen Netztrolle‘. Die Anwendung neuer Techniken und der sichere bzw. kreative Umgang mit den neuen Medien waren dabei neben der inhaltlichen Arbeit Hauptziele der Workshops. Die zielgruppengerechte Ansprache der Schülerinnen und Schüler wurde durch Peer-to-Peer-Referenten, Jungunternehmer aus der Praxis und Medienpädagogen gewährleistet. So wurden die Workshops zu den Themen ‚YouTube‘ und ‚TikTok‘ beispielsweise durch den bekannten YouTuber Yaya Blank und den Comedian Arafat Alves geleitet, dem auf der Video-App ‚TikTok‘ über 800.000 Menschen folgen.

Zum Abschluss fand eine Präsentation der Gruppenergebnisse statt, bei der alle Schülerinnen und Schüler ihre Projekte und Ideen überzeugend vorstellten. Durch großen Beifall der Mitschülerinnen und Mitschüler, Workshopleiter und Lehrerinnen und Lehrer wurde ihre Arbeit gebührend honoriert. Ein von einer Schülergruppe produziertes TikTok-Video erreichte sogar innerhalb eines Tages mehrere tausend Aufrufe, was zu großer Begeisterung und Motivation führte. Nun heißt es, die gewonnenen Erfahrungen und Kenntnisse im Alltag zu nutzen und sich somit aktiv gegen Gewalt und Extremismus im Netz zu wenden.

Zum Titelfoto: Leonard Dörr, Dustin Heisler, Justus Rolf und Hannes Dietz (v.l.n.r.) arbeiten gemeinsam an einem ‘Podcast gegen Netztrolle’.

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