Authentische Einblicke in jüdische Lebenswelt

Gymnasium St. Xaver nimmt am Begegnungsprojekt „Meet a Jew“ teil

(lo). Vermutlich nur den Wenigsten dürfte bekannt sein, dass sich jüdisches Leben in Deutschland bis auf das Jahr 321 in Köln durch ein Edikt des römischen Kaisers Konstantin zurückverfolgen lässt. Infolgedessen sind 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland Anlass genug zu fragen, wie heute der Alltag von Jüdinnen und Juden in Deutschland geprägt ist.

Auf Initiative des Zentralrats der Juden in Deutschland und unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier ermöglicht unter anderem das Begegnungsformat „Meet a Jew“, mit Jüdinnen und Juden ins Gespräch zu kommen und dabei authentische Einblicke in die jüdische Lebenswelt zu erhalten. Auf Einladung des Religionslehrers Steffen Losekam besuchten nun Julia und Steve von „Meet a Jew“ die zwei Religionskurse der Einführungsphase am Gymnasium St. Xaver.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde kam man schnell auf jüdische Essgewohnheiten zu sprechen, wobei die Oberstufenschülerinnen und -schüler – zu ihrer eigenen Überraschung – auch mitgebrachte koschere Süßigkeiten probieren durften. Neben Anschauungsmaterialien wie einem Chanukka-Leuchter oder Kippot und entsprechenden Nachfragen zu jüdischen Feiertagen und Ritualen zeigten sich die Lernenden bewegt, wie leider immer noch antisemitische Anfeindungen zum Alltag von Jüdinnen und Juden in Deutschland gehören.

Die Schülerinnen und Schüler sowie ihre betreuenden Religionslehrer, Stefan Klüner und Steffen Losekam, zeigten sich insgesamt angetan von der Offenheit der beiden „Meet a Jew“-Vertreter und zogen ein rundum positives Fazit. Nach Angaben der Lernenden sei „Meet a Jew“ ein gelungenes Format, um unverkrampft mit jungen Jüdinnen und Juden ins Gespräch zu kommen und viele neue Einsichten und Erfahrungen über das jüdische Leben in Deutschland zu gewinnen.

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