Deo Gratias!

Vorweihnachtliches Konzert am Gymnasium St. Xaver

(fe). Endlich war es wieder einmal soweit: Verschiedene Vokal- und Instrumentalensembles des Gymnasium St. Xaver sorgten am dritten Adventssonntag mit ihrem Konzert in der Schulkirche für einige wunderbare Momente des Innehaltens, der Besinnung und der vorweihnachtlichen Freude. Das Konzert fand im Rahmen der 2G-Regelung im kleinen familiären Kreis statt.

In der aktuellen Situation fiel es der Schulleitung und den beteiligten Musiklehrerinnen und -lehrern durchaus schwer, eine passende Regelung für die Durchführung des Konzerts zu finden. Der intensive Wunsch der Schülerinnen und Schüler, endlich einmal wieder ein Konzert durchzuführen und die Ergebnisse teils monatelanger Probenarbeit zu präsentieren, war dann einer der ausschlaggebenden Gründe, das Konzert in einem eingeschränkten, nicht-öffentlichen Rahmen zu ermöglichen. So war die Schulkirche nicht wie gewohnt bis auf den letzten Platz gefüllt, sondern jeder Mitwirkende konnte maximal zwei Personen einladen, so dass das Konzert in einem kleinen, aber feinen Rahmen stattfand. Zudem traten im Rahmen des Konzerts weniger verschiedene Ensembles als gewohnt auf, um die Gesamtzahl beteiligter Personen zu begrenzen.

Die beteiligten Schülerinnen und Schüler haben sich gemeinsam mit ihren Musiklehrerinnen und -lehrern intensiv auf das Konzert vorbereitet, so beispielsweise das junge Orchester unter der Leitung von David Feldpausch sowie das Schulorchester unter der Leitung von Hans-Martin Fröhling im Rahmen dreitägiger Intensivproben im Musikbildungszentrum Bad Fredeburg. Neben Tuttiproben unter der Leitung der beiden Dirigenten profitierten insbesondere die Bläser von den Satzproben mit Musiklehrerin Stephanie Blome, die wertvolle Tipps geben konnte. Die verbleibende freie Zeit nutzten die Schülerinnen und Schüler auf vielfältige Weise, z. B. beim Tischkicker, Billard oder mit Gesellschaftsspielen. Einige waren jedoch so motiviert, dass sie selbst nach Probenschluss noch weiter musizierten.

Diese Freude an der Musik war dann auch allen Beteiligten während des Konzerts in der Schulkirche anzumerken. Beginnend mit dem jungen Orchester wurden die Zuhörerinnen und Zuhörer in die vielfältige und abwechslungsreiche Welt der Advents- und Weihnachtsmusik entführt. Gerade das äußerst harmonisch interpretierte Stück ‚I have a dream‘ der Band ABBA lud zudem zum Mitsummen ein, ist es doch vielen als Musikklassiker bekannt.

Die ganze Bandbreite ihrer musikalischen Kompetenzen bewiesen die 9 Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Musik der Jgst. Q2 unter der Leitung von Frank Kieseheuer. Während sie zunächst vokal die Stücke ‚Joy to the world‘ von G. F. Händel sowie ‚Deck the Hall‘, ein traditionelles englisches Weihnachtslied, vortrugen, griffen sie im zweiten Teil des Konzerts zu ihren Instrumenten und interpretierten neben J. Clarks feierlichem ‚Trumpet Voluntary‘ das besinnliche ‚Abendlied‘ von L. Searle und Johann Sebastian Bachs ‚Schafe können sicher weiden, wo ein guter Hirte wacht‘. Der Leistungskurs Musik der Q1 unter der Leitung von David Feldpausch sorgte hingegen mit sehr ruhigen Tönen für einige erstaunte Blicke. Das aufgeführte Stück ‚4‘33‘ von John Cage  ist ein „stilles“ Musikstück, das die gängige Auffassung von Musik in Frage stellt und alle Beteiligten zum Nachdenken über Musik und Stille anregt – ein sehr passender Anlass in der vorweihnachtlichen Adventszeit.

Neben den Ensembles gab es aber auch Solisten, die sich an der Gestaltung des Konzerts beteiligten. Die beiden Siebtklässler Simon Hagemeier, der am Klavier gemeinsam mit David Feldpausch zwei Stücke vierhändig gespielt vortrug, sowie Elena Surholt, die eine anonyme Weihnachtsgeschichte vorlas und damit appellierte, die Schönheit und Besonderheit vieler Alltagssituationen bewusster wahrzunehmen, ernteten viel Applaus für ihre Darbietungen. Auch das Saxophonquartett der Big Band, bestehend aus den Schülerinnen Maria Spille (Q2), Anna Emmerich (EF), Lena Nahen (EF) und Emma Sprink (EF), begeisterte mit Leonard Cohens bekanntem ‚Halleluja‘ und dem abwechslungsreichen Potpourri ‚A Christmas Festival‘.

Den krönenden Abschluss des Konzerts bildeten die Auftritte des Schulorchesters sowie des Chors der Qualifikationsphase. Die 25 Musikerinnen und Musiker des Schulorchesters überzeugten mit den Stücken ‚Sarabande und Marsch‘ von G. F. Händel, ‚Cantique de Noel‘ von A. Adam sowie dem Potpourri ‚Happy White Christmas‘. Besinnliche wie auch schwungwolle Rhythmen wurden äußerst harmonisch und eindrucksvoll aufeinander eingespielt vorgetragen. Ähnliches galt für die Sängerinnen und Sänger des Oberstufenchors, die unter anderem S. K. Albrechts ‚Deo Gratias‘ einfühlsam aufführten und für einige ‚Gänsehautmomente‘ sorgten.

Die Vorbereitung des Konzerts und vor allem die Aufführung zeigten wieder einmal, welche gemeinschaftsfördernde Kraft das Spielen in einem Ensemble hat und wie schmerzlich dies in den vergangenen knapp zwei Jahren vermisst wurde. In dem Sinne ein großer Dank an alle Beteiligten, verbunden mit der Hoffnung, dass wir möglichst bald wieder regelmäßig mit solch tollen Konzerten beschenkt werden können.

Das Titelbild zeigt das Schulorchester unter der Leitung von Hans-Martin Fröhling.

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