Bolivienwoche am Gymnasium St. Xaver

Schulgemeinde setzt sich für Spielgeräte in Tapacari ein

(pz). Seit 1997 existiert sie bereits: die Missions-partnerschaft zwischen dem Gymnasium St. Xaver und den Steyler Missionsschwestern in Bolivien. Diese haben ganz unterschiedliche Selbsthilfe-projekte ins Leben gerufen, die das St. Xaver nach Kräften unterstützt. Dies geschieht insbesondere in der Bolivienwoche, die nun wieder wieder stattfinden konnte.

Während in den beiden vergangenen Jahren − bedingt durch die Coronapandemie und den damit verbundenen Distanzunterricht − die Bolivienwoche leider ausfallen musste, wurden nun wieder innerhalb und außerhalb des Unterrichts Gelegenheiten dazu geschaffen, das Land Bolivien und die Menschen vor Ort in den Blick zu nehmen. So beschäftigen sich die Lernenden und Lehrenden in einzelnen Fächern u. a. mit der gesellschaftlichen Situation vor Ort, besprachen Gründe für die soziale Ungleichheit oder setzten sich mit der reichen Kultur der indigenen Bevölkerung auseinander.

Darüber hinaus sammelten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 im Rahmen eines Vokabelspendenlaufs im Fach Englisch Spendengelder, um damit ein von den Steyler Missionsschwestern geleitetes Internat in dem Andendorf Tapacari zu unterstützen. Nachdem der dortige Fußballplatz zu großen Teilen überbaut worden ist, war es den Xaverianerinnen und Xaverianern ein Anliegen, den Kindern und Jugendlichen vor Ort eine Alternative zu schaffen. In dem Wissen, wie wichtig Bewegung und Spielen für alle Heranwachsenden ist, sammelten sie Gelder, von denen Spielgeräte für die Freunde im Internat angeschafft werden sollen.

Für dieses Projekt wurde auch im Boliviengottesdienst gesammelt, der den feierlichen Abschluss der Bolivienwoche bildete und an dem insbesondere viele Familien aus der Jahrgangsstufe 5 teilnahmen. Unter dem Leitwort „DurchKREUZt – Der Hoffnung Ausdruck geben“ wurde nicht nur der Menschen in Bolivien, sondern auch der Opfer des Krieges in der Ukraine gedacht. Dazu hatten Schülerinnen und Schüler im Vorhinein ihre Sorgen um diese EINE Welt auf kleine Steine gemalt und um ein Kreuz vor den Altar gelegt, um so ihrer Ohnmacht angesichts der Gewalt und der sozialen Ungleichheit in der Welt Ausdruck zu verleihen .

Insofern ging auch in diesem Jahr von der Bolivienwoche ein besonderer Geist aus, der nachdenklich stimmte und der nicht nur für die Menschen in Bolivien von Gewinn sein dürfte, sondern auch der Tradition und dem Leitwort der Schule entsprach: „Gymnasium St. Xaver – eine Mission fürs Leben!“

Zum Titelbild: Alina Gnatyschak und Lukas Zwick (beide Klasse 5c) in indigener Kleidung mit der Kollekte für das Internat in Tapacari.

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