Schüleraustausch in Costa Rica

Ein Bericht von Maike Avenarius (Jgst. EF)

Ein halbes Jahr ins Ausland zu gehen war für mich eigentlich zuerst nur eine spontane Idee. Doch dann fand ich es so interessant, dass ich mich wirklich bei einer Austauschorganisation angemeldet habe, um ein halbes Jahr in Costa Rica zu verbringen. Ich wollte gerne die Kultur kennenlernen und diese Auslandserfahrungen machen.

Als Austauschschülerin in Costa Rica habe ich für 5 Monate bei einer Gastfamilie (Gastmutter, Gastvater & zwei Gastschwestern) am Rande der Hauptstadt San José gelebt und bin auf eine ganz normale Schule gegangen. Dadurch, dass ich am Anfang leider noch überhaupt kein Spanisch sprechen konnte, war es anfangs in der Gastfamilie und vor allem auch in der Schule sehr schwer zu kommunizieren, da dort die meisten kein Englisch konnten. Doch auch das ging später einfacher und ich konnte immer mehr verstehen.
Die Schule in Costa Rica unterschied sich sehr von der in Deutschland. Die größten Unterschiede waren wahrscheinlich, dass es dort an den Schulen Schuluniformen gab und die Schule eigentlich komplett im Freien war. Schön war aber, dass alle in der Schule, wie auch eigentlich überall, total nett und aufgeschlossen waren.
Ich finde, Costa Rica ist wirklich ein tolles Land, nicht nur wegen der Kultur, sondern auch wegen der vielfältigen Natur. Ich bin zum Beispiel ein paar Mal mit meiner Gastfamilie über das Wochenende an die Karibik- oder Pazifikküste gefahren, war bei einem Vulkan oder auch in Regenwäldern, in denen man zum Beispiel Affen oder Faultiere in freier Natur sehen konnte. 

 

Ebenso habe ich sehr viel über die Kultur von Costa Rica gelernt. In Costa Rica sind zum Beispiel fast alle sehr gläubig und auch meine Gastfamilie ist fast jede Woche zur Kirche gegangen. Es war dort immer sehr lustig, da es extra eine Jugendgruppe gab, die einen separaten „Gottesdienst“ hatte und so habe ich dort viel mit anderen Jugendlichen gemacht. 
Als ich mich, bevor ich gefahren bin, über die Kultur und das Essen informiert habe, hatte ich ehrlicherweise etwas Angst, dass das Essen dort nicht so meins sein könnte. Doch das Essen war wirklich sehr lecker. Das typische Frühstück zum Beispiel nennt sich Gallo Pinto und besteht aus Reis mit Bohnen, Kochbananen und Rührei. Kochbananen können dort eigentlich immer gegessen werden. 
Alles in allem kann ich wirklich nur sagen, dass ich sehr viele gute Erfahrungen gemacht habe und mich jederzeit wieder für einen Auslandsaufenthalt entscheiden würde. Es war eine tolle Zeit.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.