Üdvözöljük a Györ! Herzlich Willkommen in Györ!

Ein Bericht über den Ungarnaustausch von Isabel Lammert (9b)

Györ 2015 (6)„Neue Freundschaften und eine schöne Reise in eine andere Kultur“ lautete das Fazit der 27 Austauschschüler einschließlich ihrer Lehrer beim diesjährigen 8-tägigen Schüleraustausch mit unserer Partnerschule, einem Benediktiner-gymnasium in Györ. Dabei bekamen wir Einblicke in ein anderes Land, schlossen neue Freundschaften, besuchten interessante sowie geschichtlich und kulturell wichtige Orte Ungarns und ließen natürlich die 20-jährige Partnerschaft der beiden Schulen mit Neugier wieder aufleben. Die daraus resultierenden Eindrücke und Erlebnisse waren daher unglaublich und werden uns wohl noch lange eine gute Erinnerung sein. Doch beginnen wir von vorne:

Mittwoch, den 23.9.:

Die letzten Abschiedsworte der Familie und Freunde klangen uns noch in den Ohren, als wir am Abend nach 14-stündiger Busfahrt unser Ziel in Ungarn erreicht hatten. Wir wurden herzlich begrüßt von unseren Gasteltern und bekamen einen ersten Eindruck von unseren zukünftigen Tagen in Györ und Umgebung.

Donnerstag, den 24.9.:

Am Morgen trafen wir uns dann wieder und fuhren mit versammelter Mannschaft nach Pannonhalma, einem alten Benediktinerkloster unweit von Györ, in dem wir eine interessante Führung über das Leben im Internat bekamen und die Sitten und Bräuche der alten Mönche kennenlernten. Pannonhalma liegt idyllisch auf dem Martinsberg und ist seit 1996 UNESCO-Weltkulturerbe. Nach diesem Ausflug fanden wir uns zur Mittagszeit in der Mensa unserer Schule in Györ wieder ein und aßen dort gemeinsam zu Mittag. Der Nachmittag des Tages war uns Schülern freigestellt.

Freitag, den 25.9.:

Am nächsten Tag war eine Stadtführung durch die Innenstadt geplant, doch wegen des schlechten Wetters gingen wir stattdessen mit dem Lehrpersonal in ein Einkaufszentrum unweit der Schule, wo wir Schüler nach Herzenslust einkaufen konnten. Nach dem Mittagessen war dann wieder Freizeit in den Familien angesagt.

Samstag, den 26.9.:

Zu Beginn des Wochenendes hatten wir wieder einen interessanten Programmpunkt mit interaktivem Horizont: die Mobilis-Ausstellung im Herzen von Györ. Dieses Museum zeigte uns auf der Basis der chemischen und physikalischen Gesetze viele erstaunliche Versuche und symbolisierte uns die wichtigsten technischen Erfindungen der Menschheit. Dabei wurden Schüler wie Lehrer experimentierfreudig und lernten spielerisch viele neue Fakten über verschiedene Themengebiete kennen.

Im Technikzentrum "Mobilis"

Im Technikzentrum “Mobilis”

Sonntag, den 27.9.:

Sonntags sollten wir dann in den Familien bleiben und etwas unternehmen. Die Ausflüge von uns Schülern reichten vom Schwimmen über einen Ausflug in den Kletterpark bis zu Fahrradtouren. Ich persöhnlich besichtigte mit meiner Gastfamilie die größte Basilika in Ungarn. Sie liegt im Ort Esztergom und misst eine Höhe von 100 Metern. Ihre Entstehungsgeschichte reicht von 1001-1869 n.Chr.. In der Liste der größten Kirchen der Welt liegt sie auf Platz 18.

Montag, den 28.9.:

Am sechsten Tag unserer Reise stand uns nun einer der absoluten Höhepunkte des Austausches bevor: ein Tagesausflug nach Budapest, der Hauptstadt und Regierungssitz von Ungarn. Als erster Programmpunkt stand uns ein Besuch im Felsenkrankenhaus bevor, das aus einem Höhlenlabyrinth entstand und im 2. Weltkrieg als Lazarett für die Verwundeten diente. Anschließend wurden wir durch das Burgenviertel geführt, hatten eine spektakuläre Sicht von der Fischerbastei auf die Donau, das ungarische Parlament und den Stadtteil Pest und schossen einige Fotos. Interessant waren auch die krassen Gegensätze: Buda mit seinen Hügeln und Bergen; getrennt durch die Donau von Pest, dem Flachland. In Budapest wohnen circa 1,7 Millionen Menschen auf einer Fläche von 525 Quadratkilometern. Als Nächstes fuhren wir mit dem Bus nach Pest und gingen dort über den Heldenplatz, der die magische Zahl 7 symbolisiert und ein Relikt der 1000-jährigen Jubiläumsfeier im Jahre 1896 ist. Auf ihm fanden viele politische Kundgebungen statt und er gehört ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe. Gegen Ende des Tages schloß dann ein Besuch im Budapester Zoo den gelungenen Tag ab.

Györ 2015 (2)

Dienstag, den 29.9.:

Auch am Dienstag erwartete uns gutes Wetter und ein toller Tag. Zuerst strebten wir die Porzellanmanufaktur „Herend“ an, die schon seit 1826 existiert und 1700 Menschen einen Beruf in der Branche ermöglicht. Dort wurden wir durch die Manufaktur geführt und konnten abschließend sogar selbst eine Rose anfertigen. Mittags fuhren wir dann weiter nach Balatonfüred, einem berühmten Ort am Plattensee, wo wir ein Aquarium besuchten und eine schöne Zeit am größten See Europas (594 Quadratkilometer!) verbrachten. Nach kurzer Zeit ging es dann weiter nach Tihany, einer alten Benediktinerabtei am Plattensee. Damals wurden die Klöster meistens auf kleinen Bergen gebaut und oftmals findet man in Ungarn Benediktinerklöster. Als Abwechslung zum geschichtlich-kulturellen Teil des Tages besuchten wir zum Schluss eine Sommerrodelbahn unweit des Plattensees (in Ungarn genannt „Balaton“), wo wir Schüler und auch die Lehrer auf unsere Kosten kamen und so mancher die Geschwindigkeitsgrenze leicht überschritt. Im Anschluss an die abenteuerlichen Geschwindigkeiten trat unsere Reisegruppe gegen Abend dann die Rückreise zu unseren Gasteltern an.

Mittwoch, den 30.9.:

Erfahrungen warteten auf uns auch am letzten Tag in Györ, als wir mit unseren ungarischen Freunden und Freundinnen die ersten beiden Schulstunden besuchten und so Unterschiede, aber auch Gegensätze zum deutschen Unterricht feststellen konnten. Unsere Partnerschule ist ebenfalls eine kirchliche Schule und ist in Zusammenarbeit mit dem dort ansässigen Benediktinerkloster. Es besitzt ein Internat für Jungen, eine große barocke Kirche und die Schüler werden teilweise immer noch von Mönchen unterrichtet. Zu Mittag kehrten wir erneut in der Mensa ein, die in einem Kellergewölbe des Klosters versteckt ist. Am Nachmittag wurden wir dann mit dem Bus nach Pinnyed gefahren, einer Sportstätte etwas außerhalb von Györ, wo wir den Rest des Nachmittags mit Sport und einer schönen Abschiedsparty verbrachten. Erste Wehmut kam schon auf, als wir gegen Abend nach Hause fuhren, um die Koffer zu packen für den nächsten Tag, da diese Tage so schnell vergangen waren wie im Flug. Am Abend gab es für mich dann zuhause noch einmal ein Abschiedsessen, welches ich aufgrund der Menge nicht so schnell vergessen werde. 🙂

Donnerstag, den 1.10.:

Szia! Auf Wiedersehen! Der Abschied fiel uns allen schwer nach dieser interessanten, wunderschönen und abwechslungsreichen Zeit, in der wir neue Freundschaften schlossen, Erfahrungen sammelten und unsere Gastschüler und Familien näher kennen lernten, aber trotzdem war auch Freude da, die eigene Familie wieder zu sehen. Auf jeden Fall kehrten wir mit guten Erinnerungen an diese gelungene 8-tägige Fahrt nach Deutschland zurück und hatten daheim so einiges zu erzählen.

Fazit:

Ich für meinen Teil bin froh, an dem Austausch teilgenommen zu haben, denn ich habe in Ungarn eine wunderschöne Zeit erlebt und viele neue Erfahrungen für mein weiteres Leben gesammelt. Wir haben eine tolle Zeit zusammen in einem uns noch unbekannten Land verbracht und haben dabei viele neue Freundschaften geschlossen. Darum empfehle ich jedem, dem sich die Möglichkeit für eine Teilnahme am nächsten Austausch bietet, sie zu ergreifen und mitzufahren. Die daraus resultierenden Erinnerungen werden mir und hoffentlich auch den zukünftigen Teilnehmern für lange Zeit sehr gut im Gedächtnis bleiben. Daher möchte ich mich auch im Namen der teilnehmenden Schüler noch einmal ganz herzlich bedanken bei Herrn Großevollmer, Frau Bobe, den Busfahrern und den weiteren Organisatoren, die uns diese wunderschöne Reise ermöglichen konnten. Auf unsere Partnerschaft, die uns quer durch Europa miteinander verbindet! Köszönöm szépen! Vielen Dank!

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