Auf den Spuren von Goethe, Schiller & Co.

Ein Bericht über die Studienfahrt von Jakob Elhaus und Felix Gelhaus

Weimar 2016 (1)Montag, 14. März 2016, 7:55 Uhr: Alle Schüler der Deutschleistungskurse und des Geschichtsleistungskurses warteten in Altenbeken auf den Intercity nach Weimar. Um 8:04 Uhr erreichte dieser dann den Bahnsteig. Nach anfänglichen Problemen mit der Sitzplatzwahl begann nun eine ca. dreistündige Fahrt nach Weimar. Dort angekommen begannen wir mit dem Einchecken im bahnhofsnahen Hotel Kaiserin Augusta. Danach stand uns freie Zeit zur Verfügung, in der wir neben einem Mittagessen auch noch die Stadt erkunden konnten. Nachmittags eine Stadtführung. Abends sind interessierte Schüler noch eingeladen zu einem Theaterbesuch im Gewölbe des Cranach-Hauses. So endete der erste Tag mit einem gelungenen Abschluss, der Lust auf mehr machte.

Der zweite Tag: Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel war morgens ein Besuch im Goethe-Haus und -Nationalmuseum angesagt. Die Mittagszeit war wieder zur freien Gestaltung verfügbar. In den späten Stunden des Nachmittags nahmen wir noch an einer Führung in der ehemalig abgebrannten und wiederaufgebauten Anna Amalia Bibliothek teil und die Abendstunden konnten wieder selbständig gestaltet werden.

Der dritte Tag: Im Zeichen der Mittelalterstadt Erfurt stand der dritte Tag. Morgens ein weiteres Mal eine Stadtführung. Begeistert waren wir vor allem von dem Dom- und Marktplatz. Insgesamt faszinierte uns die mittelalterliche Innenstadt, die im Gegensatz zu anderen Städten nicht während der Weltkriege zerstört wurde. Für den Nachmittag standen drei Programmpunkte zur Auswahl. Es gab die Möglichkeit, ein ehemaliges Stasi-Archiv, das Augustinerkloster, in dem Martin Luther wirkte, oder die alten Synagoge zu besuchen. Danach hatten wir wieder ein wenig Zeit, die Stadt Erfurt auf eigene Faust zu erkunden, am Abend folgte ein Rittermahl, das überwiegend aus Fleisch bestand. Mit einem Holzlöffel und Lätzchen begann das Gelage dann.

Der vierte Tag: Nur wenige Kilometer entfernt von einer der glorreichsten Städte deutscher Kultur befindet sich auch das Konzentrationslager Buchenwald. Es bestärkt deutlich den Kontrast zwischen der Dichtkunst verkörpert durch Goethe und Schiller und der Nazi-Ideologie. Am Vormittag, einen Tag vor unserer Abreise, besuchten wir es. Audio-Guides geleiteten uns durch das Lager und gaben uns einen detaillierten Überblick über das damalige Verhalten in der NS-Zeit. Es bedrückte uns alle sehr, das hauptsächlich als Arbeitslager genutzte KZ zu besuchen. Besonders der Gegensatz zwischen einer Vergnügung für Nazis, symbolisiert durch einen Zoo, und dem Arbeiten im Lager zeigte die Absurdität dieser Ideologie auf. Am Nachmittag wurden dann Koffer für die Abreise am folgenden Tag gepackt. Abends trafen wir uns im Atrium, um bei einem gemeinsamen Essen und Bowling den Abschluss einer gelungenen Studienfahrt zu feiern.

Freitagmorgen stand uns dann die Rückreise bevor. Mit etwas müden Augen verließen wir unser Hotel, um ein letztes Mal die Weimarer Innenstadt zu besichtigen. Dort gab es noch einmal die Möglichkeit das Schillerhaus zu besuchen, was aber leider schon ausgebucht war. Somit gab sich ein Teil mit einem Eis zufrieden. Um 13:06 Uhr fuhren wir in Weimar los. Mit deutlich weniger Schwierigkeiten kamen wir dann in Altenbeken um 16:00 Uhr an. Insgeheim freuten wir uns alle auf unser heimisches Bett.

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