Mein Praktikum am Aéroport de Lannion

praktikumsbericht-f-2016-3(ho). Das Gymnasium St. Xaver bietet interessierten Schülern ab dem Schuljahr 2016/2017 die Möglichkeit, ein Praktikum in Frankreich (Bretagne) zu absolvieren. Mit der Unterstützung unserer Partnerschule Saint-Joseph Bossuet in Lannion ist es uns gelungen, eine Liste mit Betrieben zusammenzustellen, die Schüler für ein Praktikum in den Bereichen Hotellerie und Tourismus aufnehmen. In authentischen Kommunikationssituationen erhalten die Praktikanten persönliche Einblicke in die französische Alltags- und Berufswelt und erweitern ihre fremdsprachlichen Kenntnisse.

Pia Senneka aus der Jahrgangsstufe 10 EF hat dieses Angebot mit Begeisterung angenommen und berichtet von ihren Erfahrungen:

Ein Bericht von Pia Senneka (Jgst. 10)

Nach meinem Aufenthalt in Lannion während des Schüleraustauschs im Mai, habe ich mir gewünscht, noch einmal eine Zeit dort zu verbringen. Dazu bot sich ein Praktikum in den Herbstferien gut an. Von der Schule erhielt ich eine Liste von Unternehmen, die einen deutschen Schüler für ein Wochenpraktikum nehmen.

Auf meine Bewerbung teilte mir der Flughafen Lanion mit, dass ich dort mein Praktikum machen könne. Also fuhr ich mit meinen Eltern nach Lannion und begann am Montagmorgen um 9:00 Uhr meine Praktikumswoche.

Zuerst wurde mir der Flughafen gezeigt und die Abläufe erklärt. Danach ging es aber schon direkt an die Arbeit, weil der Tagesbetrieb natürlich wie gewohnt weiterlief. Die Mitarbeiter des Flughafens zeigten mir die von ihnen zu erledigenden Aufgaben und ich versuchte so gut wie möglich ihnen dabei zu helfen.

Nachdem wir noch einmal die Passagierliste und das Flugradar kontrolliert hatten, stellte ich mich, gemeinsam mit meinen Praktikumsbetreuern Simon Hot-Le Treust und Sabrina Hamon, an den Rand des Flugfeldes, um die ankommenden Passagiere in Empfang zu nehmen und in das Flughafengebäude zu ihrem Gepäck zu bringen.

Wenn dann alle Fragen der Passagiere geklärt und alle weg waren, begannen wir damit, die Fluginformationen (z. B. wie viele Personen gebucht hatten, ob Tiere dabei waren oder alleinreisende Kinder) für die nächsten Flüge aufzulisten, aufzuschreiben und abzuheften.

Am Nachmittag war ich die ersten zwei Stunden zuerst entweder im Controlltower oder bei der Flughafenfeuerwehr.

Im Controlltower nahmen wir Funksprüche von Flugzeugen entgegen, die entweder in Lannion landen oder abheben wollten. Den Piloten, die abheben wollten, nannten wir dann die Windgeschwindigkeit und den Luftdruck, damit sie ihr Flugzeug dafür ausrichten konnten.

Bei der Flughafenfeuerwehr kontrollierten wir, ob in den Fahrzeugen die ganze Ausrüstung vorhanden war, oder ob etwas fehlte. Danach probierten wir die Wasserkanone auf dem Dach des Feuerwehrfahrzeugs und die Signalpistolen aus und fuhren über das gesamte Flugfeld, um nachzusehen, ob die Lande- und Startbahnen in Ordnung waren, oder ob irgendwo ein Loch war.

Anschließend begann ich zusammen mit Simon, Sabrina und Jean-Loïc im Check-in das Gepäck der Passagiere zu wiegen, zu etikettieren und dann die Passagiere und ihr Gepäck durch die Sicherheitskontrolle in den Wartebereich zu bringen, von wo aus sie dann zehn Minuten vor dem Abflug zum Flugzeug gebracht wurden.

Wenn alle Passagiere an Bord waren, mussten wir noch einmal die Passagierlisten ausdrucken und prüfen, ob auch alle eingechekt hatten und von dort aus weiter zum Flugzeug gegangen waren. Von dieser Liste mussten wir noch eine Kopie machen und dem Piloten bringen, der das Original unterschrieb, uns wiedergab und die Kopie behielt. Erst danach durfte das Flugzeug starten.

Das Praktikum war eine sehr gute und schöne Erfahrung für mich und ich kann es nur weiterempfehlen, da die Arbeit im Flughafen sehr interessant und spannend war und die Leute, die dort gearbeitet haben, alle sehr nett waren. Selbst die Sprache war kein Problem, da jeder wusste, dass ich nicht so gut französisch spreche wie sie, sodass sie mir alles sehr verständlich und langsam erklärt haben.

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