Ein Zeichen für Europa setzen

Europafest am Gymnasium St. Xaver

(pz). Unter dem Motto „Ein Wir – ein Europa“ fand am Freitag, den 30. Juni 2017, am Gymnasium St. Xaver ein von Schülern, Eltern und Lehrern initiiertes Europafest statt. An selbstgestalteten Marktständen wurden Spiele zu einzelnen Staaten der Europäischen Union angeboten, die Wissenswertes vermittelten und die Besucher erfreuten. Auf diese Weise vermochte das Fest, − wenn auch nicht auf großer politischer Bühne, so doch im kleinen schulischen Rahmen − ein Zeichen für ein geeintes Europa zu setzen. Entsprechend wird auch der Erlös des Festes einem Projekt für rumänische „Eurowaisen“ des kirchlichen Hilfswerks „Renovabis“ zugutekommen.

Während gewöhnlich ein Schultag mit dem Unterricht beginnt, fanden sich am Freitag alle Schüler und Lehrer auf dem Schulhof ein, um gemeinsam einen Wortgottesdienst zu feiern. Dieser war angelehnt an das Lied „Keine Maschine“ von Tim Bendzko. Entsprechend ging es in dem Gottesdienst darum, sich im Leben nicht selbst zu beschneiden, sondern sich als Mensch, der Träume hat, neu zu begreifen und sich in diesem Sinne auch – insbesondere in den bevorstehenden Sommerferien – auf die Spur nach den eigenen Sehnsüchten zu begeben.

Im Anschluss folgte das Sportfest, – eine Veranstaltung, der viele Schüler schon seit Wochen entgegenfieberten. Voller Elan wurden die ersten Wettkämpfe zwischen den einzelnen Klassen ausgetragen, doch zwang plötzlich einsetzender Regen die Verantwortlichen dazu, die Spiele abzubrechen. Enttäuscht kehrten die Schüler in ihre Klassen zurück, um dort aber die Zeit zu nutzen und bereits das nachmittägliche „Großereignis“ vorzubereiten: das Europafest.

Nachdem der Himmel wieder aufgeklart war, begann dieses um 14:30 Uhr mit einem Friedensgebet im Innenhof der Schule. Nach dem Erklingen der Europahymne, die eigens zu diesem Anlass von Schülern mit Blechbläsern einstudiert worden war und unter der Leitung von Frank Kieseheuer vom Turm der Schule aus gespielt wurde, erinnerte Schulleiter Dr. Peter Kleine an die Bedeutung, die der Friede für Europa angesichts vieler grausamer Konflikte insbesondere im zurückliegenden 20. Jahrhundert hat. Drei Schüler, die unterschiedlichen Religionsgemeinschaften angehören, sprachen daraufhin ein Gebet, in dem Gott mit unterschiedlichen Namen angesprochen und um Frieden gebetet wird. Mit einem gemeinsam gesungenen Kanon klang das interreligiöse Friedensgebet aus.

Neugierig schauten sich die Besucher anschließend nach den von den Schülern gestalteten Europaständen auf dem Schulgelände um, doch verhinderte erneut einsetzender Regen, dass das so mühevoll vorbereitete Fest draußen stattfinden konnte. Stattdessen flüchteten alle ins Innere des Schulgebäudes, wo aber durch gemeinsames Anpacken und gegenseitige Hilfe die Stände erneut auf den Fluren errichtet werden konnten.

Ganz unterschiedliche Spiele wurden hier angeboten. So konnten zum Beispiel im Rahmen eines großen Quiz die Kenntnisse über europäische Hauptstädte überprüft, auf Bobby-Cars Rennen im Stil von Monte Carlo nachempfunden, isländische Buchstaben gelegt oder in Kartons versteckte Modelle europäischer Sehenswürdigkeiten erfühlt werden. Wem im Anschluss nach einer Erfrischung zumute war, der kehrte in das Elterncafé im Schulfoyer ein, um gemütlich bei Kaffee und selbstgebackenen Kuchen das bunte Treiben im Schulgebäude auf sich wirken zu lassen.

Am Abend sorgten die Schüler der Jahrgangsstufe 11 für große Unterhaltung: In der Aula der Schule veranstalteten sie ihren „Bunten Abend“ im Stil einer Oscar-Verleihung, in dem sie mit originellen Spielen und der Einblendung selbstgedrehter Filmsequenzen auf das Leben am Gymnasium St. Xaver anspielten und die Anwesenden zum Lachen brachten. Darüber hinaus bestand die Möglichkeit, im Innenhof der Schule an langen Holztischen Platz zu nehmen und bei einem kühlen Getränk den Tag beschaulich ausklingen zu lassen.

Insgesamt zeigten sich viele Gäste mehr als erfreut über dieses gelungene Fest, an dem so viele helfende Hände ihren Anteil hatten. Darüber hinaus bringt aber auch die Tatsache, dass der Erlös der Veranstaltung einem Projekt für rumänische „Eurowaisen“ des kirchlichen Hilfswerks „Renovabis“ zugutekommt, zum Ausdruck, aus welchem Wunsch heraus die Idee eines solchen Festes entstanden ist: als Bürger eines geeinten Europas füreinander einzustehen.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.