Mit vielen Ideen für Bolivien und die Welt

Ein Brief zur Bolivienwoche

(pz). Seit dem Jahr 1997 existiert sie bereits: die Missionspartnerschaft zwischen den Steyler Missionsschwestern in Bolivien und dem St. Xaver. Gemeinsam konnten seither viele Selbsthilfeprojekte realisiert werden, die von den Schwestern vor Ort initiiert und von der Schulgemeinde mit Erlösen aus Solidaritätsveranstaltungen, Schulfesten und Kollekten finanziell unterstützt wurden. Auch in der bevorstehenden Bolivienwoche, die vom 26. Februar bis zum 4. März 2018 stattfinden wird, wird es wieder um ein Selbsthilfeprojekt gehen: um ein Wasserauffangsystem für ein Feld, das die Steyler Missionsschwestern für ihr Internat in dem abgeschiedenen Andendorf Tapacari geschenkt bekommen haben. Der folgende Brief, der an die gesamte Schulgemeinde gerichtet ist, berichtet Näheres darüber:

Liebe Schüler und Eltern des Gymnasiums St. Xaver! Liebe Kollegen!

Erinnern Sie sich/erinnert ihr euch, wofür sich in der Bolivienwoche im vergangenen Jahr eingesetzt wurde? Es ging damals darum, Geld für die Steyler Missionsschwestern im fernen Andendorf Tapacari zu sammeln. Diese hatten für ihr dortiges Internat ein Feld zum Anbau von Obst und Gemüse geschenkt bekommen, aber weil es keine Form der Absperrung um das Feld gab, konnten die wilden Tiere die Saat fressen. Durch das gemeinsame Engagement als Schulgemeinde konnte nun aber eine Mauer errichtet werden. Unser Einsatz hat sich also mehr als gelohnt! Ihren Dank dafür brachten die Steyler Missionsschwestern und die Internatsschüler vor einigen Wochen in einem Brief zum Ausdruck!

Ein Problem bleibt jedoch bestehen: Die Menschen in Tapacari kämpfen jedes Jahr mit der alljährlichen Trockenzeit von Mai bis Oktober. Weil es nicht regnet, ist es in dieser Zeit sehr schwierig, Pflanzen auf dem Feld anzubauen. Daher haben wir uns in Absprache mit den Steyler Missionsschwestern vor Ort dafür entschieden, in der bevorstehenden Bolivienwoche wieder Gelder zu sammeln und zwar für ein Wasserauffangsystem, damit die Saat der Schwestern, die sie –  auch im übertragenen Sinne –  tagtäglich säen, aufgehen möge.

Wie trocken es in Bolivien sein kann, vermag bei näherem Hinschauen dieses Foto zu verdeutlichen.

So werden die fünften und sechsten Klassen an einem „Vokabelspendenlauf“ teilnehmen – eine besonders kreative Form des Spendensammelns, bei der jeder Schüler für jede richtig gewusste Vokabel in einem Englisch-Vokabeltest einen kleinen Geldbetrag von einem Sponsor erhält!

Darüber hinaus werden am Montag und Freitag bolivianische Spezialitäten sowie am Mittwoch und Donnerstag Fair Trade-Artikel in der ersten großen Pause im Pädagogischen Forum angeboten werden. Der Erlös dieses Verkaufs wird ebenfalls für das Wasserauffangsystem in Tapacari sein.

Kinder des Internats in Tapacari zusammen mit Schwester Annette Fleischhauer SVD beim Betrachten von gemalten Bildern von Schülern des Gymnasiums St. Xaver.

In der Bolivienwoche geht es aber nicht nur darum, Gelder zu sammeln, sondern auch mehr über die Situation vor Ort in Südamerika in einzelnen Unterrichtsstunden zu erfahren und an unsere Freunde in Bolivien zu denken. Das wird u. a. im Morgengebet geschehen.

Darüber hinaus besteht in diesem Jahr die Möglichkeit, Wünsche für unsere Welt zu notieren oder aufzumalen und an einer großen, vor der Schulkirche stehenden Weltkugel zu befestigen, die Teil eines Kunstwerks im Adveniat-Eröffnungsgottesdienst im Dezember im Paderborner Dom war. Die verfassten Wünsche werden dann auch ein Bestandteil des Boliviengottesdienstes am Sonntag, den 4. März 2018, um 18 Uhr in unserer Schulkirche sein, zu dem alle herzlich eingeladen sind!

In Vorfreude auf die bevorstehende Woche verbleiben wir mit vielen Grüßen.

Und für den Fall, dass Sie/ihr Fragen oder Anregungen zur Bolivienwoche haben/habt, melden Sie sich bzw. ihr euch gerne!

Julia Assmuth und Christoph Paetzold

 

P.S.: Wer sich einen Eindruck von der Lage vor Ort machen möchte, dem sei die Filmreportage über eine Fahrt von Schülern und Lehrern des Gymnasiums St. Xaver nach Bolivien empfohlen: