„Gott ist ein Schlawiner“ – Die Worte eines Mönchs?!

(sa/wd). Bruder Florian (OFM) zwinkert und ein verschmitztes Lächeln erscheint in seinem Gesicht als er diesen Satz ausspricht. Dies ist eines der Highlights während der Einkehrtage der Fachschaften Evangelische und Katholische Religion des Gymnasiums St. Xaver im Franziskanerkloster zu Fulda vom 2. bis zum 4. Februar 2018. Das Kloster liegt auf dem Frauenberg über der Stadt und hat einen wunderbaren Panoramablick anzubieten.

Der Franziskanerorden und sein Sprachrohr Bruder Florian sehen sich nah am Volk und erleben dementsprechend viel vom Leben vor den Toren des Klosters. Bruder Florian, ein Spätberufener, gelernter Industriekaufmann und besessener Rennradfahrer, berichtet von seinen Stationen in seinem Leben vor und während seiner Zeit als Ordensbruder.

Die Fachschaft Religion hat sich dazu entschieden zum Halbjahreswechsel einzukehren und sowohl schulische als auch spirituelle Themen während dieses Wochenendes in dem geschichtsträchtigen Kloster zu behandeln. Was auf der Agenda natürlich nicht fehlen durfte, war ein Besuch des Doms zu Fulda und der angrenzenden Michaelskirche, die im 8. Jahrhundert erbaut worden war. Die Krypta mit der sogenannten „Jesussäule“, wie unser Lokalhistoriker und Theologe aus den eigenen Reihen Steffen Losekam berichtete, war eindrucksvoll und stand der Bonifatiuskrypta im Dom zu Fulda an Einzigartigkeit in nichts nach. Das Innehalten vor dem Grab des Bonifatius und eine spontane Gesangseinlage sowie die Kirchenraumerkundung mit den barocken Elementen unter der Führung von Steffen Losekam war lehrreich und anschaulich zugleich.

Die Abendgestaltung mit dem Titel „Einstieg in den Ausstieg“ bot neben dem Gebrauch tückischer Sitzschemel ein reichhaltiges Angebot an Liedern, die mehr oder weniger auswendig gemeinsam, ungezwungen zum Besten gegeben wurden.  Dank der Unterstützung unseres Gitarristen Christoph Paetzold, der in kürzester Zeit die entsprechenden Riffs im Griff hatte, war eine angemessene Portion Feuer in dem Dachgeschoss der Unterkunft im Kloster zu verspüren. Im Rahmen der Einkehrtage wurde auch der „vierzigste“ (mit Augenzwinkern) Geburtstag unseres Schulseelsorgers Maurinus Niedzwetzki mit einem Abendessen im „Schwarzen Hahn“ gebührend gefeiert. Die Zeit vor Ort bot viele Möglichkeiten zum Austausch unter den Kollegen und wurde als willkommene Abwechslung empfunden.  Zu diesem Gelingen wollte auch das Wetter auf seine Weise beitragen. In der Nacht auf Sonntag fiel reichlich Schnee, der Kloster und Landschaft in ein malerisches Idyll verwandelte.

Dank der gewohnt akribischen Planung von Thomas Wrede und mit pünktlicher Unterstützung der Deutschen Bahn fällt das Fazit der Einkehrtage sehr positiv aus. Dies führte dazu, dass bereits das Ziel und der Zeitraum für die nächsten Einkehrtage terminiert wurden. Vielen Dank an alle Kolleginnen und Kollegen für ein gelungenes Wochenende.

Blick über das verschneite Fulda vom Kloster aus

Auf dem Titelfoto: Mitglieder der Fachschaft Religion zusammen mit Bruder Florian (mittlere Reihe, 3. von links)