Weimarfahrt 2018

Ein Bericht von Pia Meyer und Imelda Blicker (Jgst. 12)

Auch dieses Jahr bekamen wir, die Q2, die Möglichkeit, an einer fakultativen Studienfahrt nach Weimar teilzunehmen. Auf dem Programm standen eine Stadtführung sowie der Besuch der 98. Aufführung der Inszenierung des ersten Teils der Tragödie „Faust“ im Deutschen Nationaltheater Weimar.

Freitagmittag begaben wir uns mit dem Bus auf eine vierstündige Fahrt nach Weimar. Nach unserer Ankunft am späten Nachmittag bezogen wir unsere Zimmer im Hostel. Kurz darauf ging es auch schon mit dem Bus Richtung Stadt, wo wir noch die Gelegenheit hatten, uns zu stärken, bevor es am frühen Abend mit der Aufführung losging. Vor der eigentlichen Vorführung des Stückes bekamen wir noch die Möglichkeit, an einer Einführung bezüglich der Inszenierung teilzunehmen. Dabei wurde uns die individuelle Interpretation durch die Dramaturgin des Nationaltheaters vorgestellt und näher erläutert. Wie sich später herausstellen sollte, war dies auch sinnvoll, da sich die Inszenierung in vielerlei Hinsicht von unseren Leseeindrücken der Tragödie unterschied.

Während des Stückes traten vor allem die modernen Züge der Inszenierung in den Vordergrund, wie beispielsweise die Darstellung der Szene „Walpurgisnacht“ als eine wilde Partynacht. Die modernen Züge spiegelten sich auch in der Figur Faust wider – Faust als eine Figur, die an seine Grenzen stößt und dabei zu einer „alltäglichen“ Persönlichkeit mit den uns wohlbekannten Problemen wird. Die bei uns auftauchenden Fragen während des Zuschauens wurden bei einer anschließenden Nachbesprechung von den im Stück mitwirkenden Schauspielern und der Dramaturgin beantwortet. Danach ging es auch schon mit dem Bus zurück zum Hostel – wir alle waren müde, aber gleichzeitig voller neuer Eindrücke.

Am nächsten Morgen machten wir uns nach einem ausgewogenen Frühstück erneut mit dem Bus auf den Weg in Richtung Altstadt, die uns alle mit ihrem Flair beeindruckte. Die ausstehende Stadtführung stand nun auf dem Programm und wir tauchten ganz in die Historie Weimars ein. Nicht nur die Historie Weimars galt als Schwerpunkt der Stadtführung, sondern auch „Weltstars in Weimar“, von denen wir nicht gedacht hätten, dass diese eine Verbindung zur Stadt Weimar haben/hatten. Nach abschließenden zwei Stunden Selbsterkundung Weimars fuhren wir mit dem Bus zurück Richtung Heimat.

Unser Fazit: Kurz, aber knackig – eine schöne Fahrt mit vielen neuen Eindrücken.

Auf dem Titelfoto: Die Schülerinnen und Schüler der Q2 vor dem Deutschen Nationaltheater Weimar und dem berühmten Goethe-Schiller-Denkmal auf dem Theaterplatz.