Smart Camp am St. Xaver zum Thema ‚Extremismus im Netz‘

(fe). Instagram, YouTube, WhatsApp … bekannte soziale Netzwerke, die in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen haben und das Leben vieler Menschen, vor allem Jugendlicher, mittlerweile enorm beeinflussen. Doch neben vielen Vorteilen solcher Netzwerke wird auch immer wieder auf Gefahren hingewiesen, unter anderem die erkennbar wachsende Radikalität, sei es in Form von Rechtsextremismus oder Cybermobbing.

Diese Thematik bildete die Grundlage des dreitägigen Smart Camps ‚Extrem im Netz – Gefahren erkennen und abwehren‘, an dem die Schüler der Jahrgangsstufe 11 des Gymnasium St. Xaver teilnehmen durften.

Bei den Smart Camps, entwickelt und durchgeführt von der 2014 von Simone Stein-Lücke gegründeten BG 3000 aus Bonn, handelt es sich um digitale Bildungsprojekte für Schüler, die den Fokus auf das praktische Einüben von digitalem Knowhow legen. Die Projekte werden in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung durchgeführt und finanziell vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms ‚Demokratie leben‘ gefördert. So kann das Projekt für Schüler vollkommen kostenlos angeboten werden.

Kristina Schwarzkopf, Projektleiterin des Smart Camps am St. Xaver, erläutert: „Die nachtrabende und lückenhafte digitale Bildung in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern und die sich daraus ergebende Notwendigkeit der Implementierung digitaler Bildungsmaßnahmen führte zur Entwicklung der Smart Camps.“ Frank Windeck, Koordinator für den Bereich Medien in der Konrad-Adenauer-Stiftung, ergänzt: „Durch das Smart Camp lernen die Jugendlichen, verdeckte Botschaften und Manipulationsmechanismen selbstständig zu erkennen und zu durchschauen. Dies leistet einen wichtigen Beitrag, um Extremismus im Netz aktiv zu begegnen.“

Nach einer theoretischen Einführung durch verschiedene Kurzvorträge und thematisch variierende Kurse am ersten Projekttag standen an den weiteren beiden Tagen verschiedene Workshops an, die die Schüler zuvor frei nach ihren Interessengebieten wählen durften, beispielsweise ‚YouTube – Dein Video gegen Extremismus‘ oder ‚Instagram – Gemeinsam Hass begegnen #nohate‘. Die Anwendung neuer Techniken und der sichere bzw. kreative Umgang mit den neuen Medien waren dabei das Hauptziel der Workshops. Die zielgruppengerechte Ansprache der Schüler wurde durch Peer-to-Peer-Referenten, Jungunternehmer aus der Praxis und Medienpädagogen gewährleistet. So wurde der Workshop zum Thema YouTube beispielsweise durch Felix Michels, einen bekannten YouTuber, geleitet.

In einer Abschlussrunde am letzten Projekttag wurden die verschiedenen Ergebnisse in der Aula des Gymnasiums St. Xaver präsentiert und mit viel Beifall bedacht. Schulleiter Antonio Burgos drückte die Freude darüber aus, „mit dem Smart Camp unser Programm in der Medienerziehung und -kompetenz der Schüler sehr sinnvoll vervollständigen zu können in der Hoffnung, dass unsere Schüler große Nutzen für ihre persönliche Lebensführung ziehen werden.“

Dass dies der Fall war, zeigte das zustimmende Kopfnicken vieler Schüler und das zusammenfassende Fazit: „Das war richtig cool und interessant!“

Severin Girolstein, Koordinator für Medien und IT am St. Xaver, leitete aus den positiven Rückmeldungen ab, dass die Smart Camps nach Möglichkeit in Zukunft jährlich durchgeführt und im kommenden Jahr auch ein eintägiges Camp für das Kollegium organisiert werden soll.

Auf dem Titelfoto: Die Organisatoren des Smart Camps zeigten sich durchweg zufrieden: Jana Sczyka (BG 3000), Kristina Schwarzkopf (Projektleiterin BG 3000), Severin Girolstein (Koordinator Medien), Neda El Saghir (Konrad-Adenauer-Stiftung) und Victoria Horbach (BG 3000).