Schüleraustausch Bad Driburg-Ermelo

Ein Bericht von Schülern der Jgst. 9

Montag, 28.10.2018

Wir starten unseren Austausch nach Ermelo (NL) um 8.30 Uhr in Bad Driburg. Als wir an der Schule in Ermelo angekommen sind, waren wir zuerst sehr erstaunt darüber, wie viele Fahrräder an den Fahrradständern standen. Für die Niederländer ist es normal bei jedem Wetter mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen, da auch die Eltern meistens bei der Arbeit sind.

Anschließend haben wir unsere Austauschpartner in einem Klassenraum getroffen und wurden sehr herzlich begrüßt. Auf dem Weg dorthin haben wir festgestellt, dass die Schule sehr groß ist und viele Schüler von verschiedenen Niveaus diese Schule besuchen. Deswegen gab es auch ein sehr großes Foyer und eine sehr schöne Aula.

Im Klassenraum hat jeder ein Namensschild in unterschiedlichen Farben bekommen, so dass wir dann in Teams von 4 bis 6 Personen eingeteilt wurden. Es war eine Art Buffet aufgebaut, auf dem Brötchen und Brot mit niederländischen Spezialitäten gestanden haben, z. B. Hagelslag (Streusel, die auf dem Brot gegessen werden), Kruidnoten (ähnlich wie Spekulatius) und Lakritz.

Dann wurden wir durch die Schule geführt und wir haben uns Teamnamen überlegt und ein Logo gestaltet. Um uns kennenzulernen, haben wir im Anschluss Kennenlernspiele gespielt. Gegen 15.30 Uhr sind wir mit dem Fahrrad oder mit dem Auto zu unseren Gastfamilien gefahren (worden). Dort haben wir dann Freizeit gehabt, die jeder anders genutzt hat. Manche waren zum Beispiel schwimmen oder Fußball spielen. Andere haben einen Film geschaut oder sich mit anderen Schülern verabredet. Die meisten haben am Abend gemeinsam mit der Gastfamilie gegessen und sind danach schlafen gegangen.

Dienstag, 29.10.2018

Am Dienstagmorgen ging es früh los, nach Amsterdam. Auf dem Programm stand zuerst der Besuch des Museums, dann der Rundgang durch den Zoo und anschließend Freizeit in Amsterdam. Zu einzelnen Themen aus dem Zoo oder dem Museum mussten wir kleine Filme drehen, sie bearbeiten und letztendlich zusammenschneiden.

Micropia ist ein Teil des Zoos Artis in Amsterdam. In dieser Abteilung des Zoos werden mikrobiologische Lebewesen ausgestellt. Micropia wurde am 30. September 2014 eröffnet und ist somit der weltweit erste Zoo für Mikroorganismen.

Dieses Museum ist in Amsterdam erbaut worden, da der Holländer Antoni van Leeuwenhoek der Begründer der Mikrobiologie ist und die ersten Mikroorganismen entdeckt hat. Im Micropia werden die mikrobiologischen Lebewesen durch moderne Technik wie zum Beispiel 3D- Mikroskope in tausendfach Vergrößerung für den Menschen sichtbar gemacht. Auch in anderen virtuellen Darstellungen werden Lebensraum, Ernährung und Leben der winzigen Organismen veranschaulicht.

Ein Ziel des Museum ist es den Besuchern einen positiven Eindruck der Mikroorganismen zu vermitteln, da diese meist nur als negative Viren und Bakterien dargestellt werden, obwohl sie in unserem täglichen Leben und in allen Körpern eine wichtige Rolle spielen und auch auf Dauer positiv für die Zukunft genutzt werden können. Außerdem möchte Micropia die Wissenslücken zwischen der Wissenschaft und den allgemeinen Besuchern schließen.

Im Gesamten kann man über Micropia sagen, dass das Ziel über Mikroorganismen zu informieren gut umgesetzt wird, da man anhand eigener Versuche etwas über die mikrobiologischen Lebewesen im eigenen Körper erfahren kann. Ein Besuch des Museums ist zu empfehlen, da es interessant gestaltet ist und ein wichtiges Thema für jede Altersgruppe ist, da es jeden einzelnen Menschen betrifft.

Wir konnten viel über Mikroorganismen lernen, auch wenn man zuerst kein Interesse daran verspürt hatte. Denn spätestens nachdem man sich mit den einzelnen Versuchen auseinandergesetzt oder sogar Videos zu den einzelnen Themen gedreht hat, war es doch interessant mehr über diese kleine Gruppe der Lebewesen zu erfahren.

Im Anschluss an Micropia besuchten wir den Zoo ARTIS. Es war aber kein normaler Zoobesuch für uns! Wir wurden in mehrere Gruppen aufgeteilt und durften dann bei manchen Tieren ins Gehege. Wir haben zum Beispiel die Catta-Affen, die Seelöwen und auch die Vögel gefüttert. Dieses einmalige Erlebnis haben wir dem Vater einer Austauschschülerin zu verdanken, der der Hauptverantwortliche für alle Tiere dort ist. Einige Schüler haben einen Kurzfilm über ein bestimmtes Tier gedreht und eine kurze Präsentation dazu vorbereitet. Anschließend haben wir bei Tee und Keksen noch den Zoodirektor kennengelernt. Von ihm haben wir noch viele Fragen beantwortet bekommen und viele Informationen über den Zoo und seine Arbeit erhalten. Der ARTIS Zoo in Amsterdam ist ein sehr schöner Zoo und hat eine gute Lage.

Vom Zoo aus sind wir zuerst zu einem großen Platz, namens „Dam“ (Domplatz), gegangen. Von dort konnte der Königspalast, Madame Tussauds sowie die berühmten Einkaufsstraßen Nieuwendijk und Kalverstraat gesehen werden. Jetzt gab es verschiedene Möglichkeiten die Innenstadt kennenzulernen. Die meisten haben sich jedoch dafür entschieden, in die Einkaufsstraße zu gehen oder etwas zu essen. Auf dem Rückweg haben wir den Bahnhof sowie einen kleinen Hafen gesehen, bis wir am Bus angekommen waren und uns auf den Rückweg nach Ermelo machten. Abschließend kann man sagen, dass wir einen sehr schönen Tag in Amsterdam erlebt und viele neue Eindrücke gesammelt haben.

Mittwoch, 30.10.2018

Am Mittwoch haben wir für drei Schulstunden den Unterricht besucht. Für uns war dies sehr neu und ungewohnt, da die Schule vollständig digitalisiert ist und die Schüler die Aufgaben auf ihren iPads erhalten und auch oft in Gruppenarbeit oder Einzelarbeit arbeiten.

Das Groevenbeeker College ist eine weiterführende Schule, die in vier verschiedene Abteilungen eigeteilt ist:

  • bilinguale Abteilung
  • Vorbereitung für die Universität
  • Höhere Berufsausbildung
  • Vorbereitung für die Berufsschule für berufsbildende Schulen der Sekundarstufe

Die Schule wird grundsätzlich von Schülern von 12 bis 18 Jahren besucht.

Donnerstag, 01.11.2018

Nachdem wir uns am Donnerstag um 10.00 Uhr an der Schule getroffen hatten, sind wir ca. 45 Minuten zusammen mit dem Fahrrad nach Harderwijk gefahren. Dort bekam dann jede Gruppe Texte mit besonderen “Sehenswürdigkeiten” der Stadt und die dazugehörigen Fotos. Diese Orte sollten wir dann suchen und dort Fragen dazu beantworten. Danach durften wir noch in der Stadt ein bisschen shoppen gehen und haben zum Beispiel holländische Spezialitäten gekauft oder gegessen. Um 15.30 Uhr trafen wir uns dann wieder am Fahrradständer und fuhren zurück zur Schule. Das Team mit den meisten richtigen Antworten bekam dann am Abend einen kleinen Preis. Insgesamt war es sehr schön in Harderwijk, da wir durch die Foto-Rallye eine typisch niederländische Stadt kennenlernen konnten und danach noch genügend Freizeit.

Am Donnerstag haben wir das Sportturnier gehabt. Dazu gingen wir in die Sporthalle und es wurde uns als erstes ein Spiel erklärt. Danach wurden wir in 5 Teams eingeteilt und uns wurde das Lasertech erklärt. Dann haben Team 4 und 5 angefangen das erste Spiel gegen Team 2 und 3 zu spielen. Währenddessen hat Team 1 Lasertech in einem anderen Raum gespielt. Dann war Team 2 dran mit Lasertech und Team 1 und 3 haben gegen die anderen weitergespielt. Das ging so weiter bis alle einmal Lasertech gespielt hatten.

„Komisches Spiel“

Das Spiel das wir gespielt haben funktioniert folgender Weise, es gibt 2 Mannschaften, in jeder Hälfte eine, in der Mitte der Halle stehen zwei große Kästen nebeneinander und davor noch zwei Kästen und auf jeder Seite liegt jeweils eine dicke Matte. In jeder Hälfte liegen dazu sechs dünne Matten so im Halbkreis, dass jeweils eine neben den Kästen liegt also eine links eine rechts. Auf jeder Matte stand eine Person, auch auf der dicken. Die restlichen Leute saßen auf der Bank. Die Leute auf den Matten fangen an mit Bällen zu werfen, allerdings nur die Leute auf den Matten die nicht neben den Kästen liegen, um den Kasten zu treffen. Die Person auf der dicken Matte versucht die Bälle abzuwehren. Trifft ein Ball den Kasten geht die Person von der dicken Matte und setzt sich auf die Bank. Die Person von der Matte neben dem Kasten geht jetzt auf die dicke Matte und alle anderen rücken nach damit wieder eine Matte frei ist auf die jetzt der erste von der Bank geht. So geht es immer weiter.

Im Anschluss an das Sportevent fand ein großes Abschiedsessen in der Aula der Schule statt. Wir hatten Zeit uns zu verabschieden, bevor wir dann am Freitagmorgen die Heimreise antraten.

Weer te ontmoeten, (auf Wiedersehen) Ermelo!

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