MINT 400 – Das Hauptstadtforum

Ein Bericht von Lisa Beimel (Jgst. 11)

Vom 21. bis zum 22. Februar versammelten sich in Berlin ca. 400 MINT-begeisterte Schüler und Lehrer, darunter auch meine Freundin und ich. Schon auf der Zugfahrt waren wir ganz gespannt und rätselten, sobald uns jüngere Leute entgegenkamen, ob sie wohl auch auf dem Weg zur MINT400 sind.

In Berlin angekommen galt es dann erst einmal, sich zurecht zu finden und die richtige U-Bahn zu erwischen, denn wir versammelten uns zunächst im Konzertsaal der Universität der Künste. Hier konnten wir etwas essen und uns auf einem sehr interessanten Bildungsmarkt umschauen, auf dem sich an verschiedenen Ständen verschiedene Firmen und Organisationen vorstellten.

Danach fing es dann “richtig“ an, zunächst mit einigen Begrüßungsreden und auch einer Keynote Speech zu „Computerspielen als Leitmedium des 21. Jahrhunderts“. Auch wenn ich die Ansichten der Professorin nicht immer ganz vertreten konnte (was wahrscheinlich daran liegt, dass ich selbst mich nicht mit Computerspielen beschäftige), war es natürlich trotzdem interessant, ihre Sichtweise kennenzulernen.

Daraufhin fanden die Fachvorträge statt, man konnte schon im Vorfeld einen von 4 Vorträgen wählen. Ich hatte den zur „Supramolekulare[n] Chemie im Wasser“ gewählt und hab dies auch nicht bereut. Denn zum einen konnte man dem Referenten wirklich gut zuhören und zum anderen war sein Vortrag auch inhaltlich sehr interessant. Wusstet ihr zum Beispiel, dass Wasser wirklich blau und nicht etwa durchsichtig ist?

Nachdem wir unsere Zimmer im Hostel bezogen hatten, nutzten wir den weiteren Abend, um die anderen Teilnehmer kennenzulernen und Berlin zu erkunden. Das ist auch ein weiterer Punkt, der mir an der MINT400 sehr gut gefallen hat. Man hatte die Chance, sich mit anderen Schülern auszutauschen und wirklich interessante Gespräche zu führen. Man würde vielleicht erwarten, dass man bei so einer Veranstaltung nur auf „Nerds“ trifft, aber mir sind ganz im Gegenteil nur total selbstbewusste und offene Menschen begegnet, mit denen ich teilweise hoffentlich auch noch lange in Kontakt bleiben werde.

Am Freitag sind wir dann zu unseren Workshops gefahren, auch hier konnten wir zuvor wieder aus 24 verschiedenen Angeboten wählen. In meinem Workshop ging es um Nanochemie. Wir wurden in einem Schülerlabor in verschiedene Gruppen eingeteilt und konnten dort dann verschiedene Versuche durchführen. So habe ich mich zum Beispiel mit Nanotransportern beschäftigt, die einen bestimmten Stoff, also zum Beispiel ein Medikament, gezielt in zum Beispiel Tumorzellen transportieren sollen. Mir hat der Workshop wirklich gut gefallen und es hat vor allem Spaß gemacht, alles selbst ausprobieren zu dürfen.

Nach der Abendveranstaltung am Freitag mit verschiedenen Reden, Musikeinlagen und Preisverleihungen war das Hauptstadtforum dann auch leider schon wieder vorbei und nachdem wir den Abend gemeinsam ausklingen lassen haben, haben wir uns am Samstag auf den Rückweg gemacht.

Rückblickend kann ich nur sagen, dass ich jedem, der an MINT interessiert ist und gerne neue Menschen kennenlernen möchte, empfehlen kann, auch einmal beim Hauptstadtforum dabei zu sein. Es hat sich wirklich gelohnt, denn ich habe viele neue Kontakte geknüpft und zudem noch interessante Dinge dazu gelernt.