Umweltschutz „to go“

Gymnasium St. Xaver bietet backCUP-Pfandbecher in der Schulmensa an

(pz). Das Prinzip ist denkbar einfach und könnte dazu beitragen, Unmengen von Müll im Kreis Höxter zu reduzieren: Die Einführung von Mehrweg-Pfandbechern statt der Ausgabe von Coffee-to-go-Trinkgefäßen könnte sich als großer Erfolg herausstellen – noch dazu, weil dies im Rahmen eines großen Netzwerks mit vielen Pfandstationen geschieht.

Das Gymnasium St. Xaver wird sich als erste Schule im Kreis ebenfalls an dieser Aktion beteiligen und ab Montag, den 25. März 2019, die ersten sogenannten backCUP-Pfandbecher in der Schulmensa vertreiben.   

Es ist so angenehm und praktisch, hat sich aber als ein großes Problem für die Umwelt herausgestellt: Coffee-to-go-Becher ermöglichen es, ein Heißgetränk zwischendurch „im Gehen“ zu sich zu nehmen. Der Müll, den die ressourcenaufwendig hergestellten Einweg-Behältnisse produzieren, dürfte aber schon jetzt nicht mehr tragbar sein. So werden deutschlandweit mehr als 320 000 Coffee-to-go-Becher pro Stunde (!) verbraucht. Im Kreis Höxter dürften es Schätzungen zufolge etwa 4 000 000 Becher pro Jahr sein. Und auch in der Schule sorgen die ansonsten so praktischen Trinkgefäße für volle Mülleimer, sodass am Ende eines langen Schultages Säcke voller Einweg-Becher zusammenkommen.

Was liegt da näher, als ein Pfandsystem für Coffee-to-go-Becher einzuführen? Vier große Bäckereien haben sich auf Initiative des Kreises Höxter dazu zusammengeschlossen und die backCUP-Idee entwickelt: ein Pfandbechersystem, an dem sich auch das Gymnasium St. Xaver als erste Schule im Kreis beteiligt.  200 backCUPS, wie die neuen, aus natürlichen Rohstoffen hergestellten Trinkgefäße heißen, wurden dem Gymnasium St. Xaver dafür von der Bäckerei „Goeken backen“ für die schuleigene Mensa zur Verfügung gestellt.

„Dieser tollen Idee und Initiative mussten wir uns bei unserer Zielsetzung einer möglichst nachhaltigen Mensa einfach anschließen“, findet der für die Schulmensa verantwortliche Koordinator Christian Schlenke. Weil das Gymnasium St. Xaver Teil des großen backCUP-Netzwerks sei, könne eine backCUP gegen einen Pfand von zwei Euro in der Mensa erworben und dort, aber auch in vielen weiteren Bäckereien und Cafés, wieder abgegeben werden. „Darin besteht gerade der Vorteil der backCUP-Idee“, erläutert Unternehmer und Mitinitiator Benedikt Goeken. Der Becher müsse eben nicht genau dorthin zurück, wo er gekauft worden sei, sondern könne auch an vielen weiteren Pfandstationen im ganzen Kreis abgegeben werden. „Der Kunde erhält dann seine zwei Euro zurück. Der Becher wird vor Ort gereinigt und steht anschließend wieder zur Verfügung“, so Goeken. Mindestens 120 Spülgänge lang halte eine backCUP, die darüber hinaus – im Gegensatz zu den bisherigen Einweg-Bechern – biologisch abbaubar sei.

Für Schulleiter Antonio Burgos ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Nachdem früher das Müsli in der Mensa in Einweg-Behältern ausgegeben worden sei, habe man sich vor einigen Wochen im Rahmen eines schulinternen Pfandsystems für Mehrweg-Müslitassen entschieden. „Das hat sich bewährt und für eine große Müllreduzierung innerhalb der Schule gesorgt. Deshalb war es für uns nur konsequent, diesen Weg auch bei den Coffee-to-go-Bechern einzuschlagen“, erläutert er die Entscheidung für das backCUP-Netzwerk. Da auch der Caterer der Mensa, das Bad Driburger Restaurant „Zum braunen Hirschen“, sofort für diese Idee zu haben gewesen sei, habe der Kooperation nichts mehr im Wege gestanden.

Ab Montag, den 25. März 2019, werden die ersten backCUPS am Gymnasium St. Xaver ausgegeben werden – eine wichtige, aber auch relativ unkomplizierte Initiative zur Müllreduzierung: Umweltschutz „to go“ sozusagen!

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