MINT (Aufsätze)

1) “Mathematik ist das Alphabet, mit dessen Hilfe Gott das Universum beschrieben hat.” (Galileo Galilei)

Nicht nur durch den göttlichen Bezug passt dieses Zitat zum Mathematikunterricht am
St. Xaver. Denn zum Universum gehört auch die uns umgebende (technische) Welt hier auf der Erde. Es ist den meisten von uns wohl unmöglich, sich eine Urlaubsreise ohne Auto oder Flugzeug vorzustellen. Wer möchte schon auf Handy, Computer, Musikinstrumente, Fernsehen, Medikamente, Wettervorhersage, Energieversorgung oder auf die tägliche Versorgung mit frischen Lebensmitteln verzichten?

Es sind viele Kleinigkeiten, die uns durch den täglichen Umgang als selbstverständlicher Teil unserer Welt erscheinen, aber gleichwohl ohne die Anwendung mathematischer Strategien undenkbar wären.

Jeder von uns hat ziemlich genaue Vorstellungen davon, womit sich ein Biologe, Jurist oder Arzt beschäftigt. Doch mit welchen aktuellen und lebensnahen Problemen befasst sich ein Mathematiker?

Der Mathematikunterricht am St. Xaver verfolgt u.a. die Ziele, einerseits den Schülerinnen und Schülern bewusst zu machen, dass Mathematik eine unbedingte Grundlage unserer technikorientierten Gesellschaft ist und andererseits sollen die Lernenden in die Lage versetzt werden, sich in genau dieser technik- und mathematikorientierten Berufswelt zu platzieren.

Mathematik ist unverzichtbar; sowohl als Kulturgut als auch als Schlüsseltechnologie.

In Bezug auf das zweite Stichwort sollen die Mathematikschülerinnen und -schüler erkennen, dass sie selbst den Schlüssel aufnehmen und weitertragen müssen, um diese Gesellschaft technisch voranbringen zu können. Denn eine Weiterentwicklung ist dringend notwendig: denken wir an den Ausbau der „Erneuerbaren Energien“ bzw. an die Lagerung der noch Millionen Jahre strahlenden Reste einer „Brückentechnologie“.

Die Mathematik (altgriechisch) μαθηματική τέχνηmathēmatikē téchnē: „die Kunst des Lernens“) als sinnvolles Werkzeug ist auch aus anderen Bereichen nicht mehr fortzudenken; so wird mit neuen Verfahren die Wirkung von Medikamenten auf den menschlichen Körper simuliert; oder mit Erkenntnissen aus der Graphentheorie, als ein Teilgebiet der Mathematik, konnte der Fahrplan der Berliner U-Bahn optimiert werden, was zu einer deutlichen Verkürzung der Wartezeiten beim Umsteigen führte; oder es werden gigantische und doch gleichzeitig filigrane Bauwerke (wie Brücken oder Wolkenkratzer) errichtet, die vor Jahrzehnten noch der Märchenwelt zugerechnet wurden. Ein Computertomograf oder ein 3D-Fernsehgerät verlangen ebenso einen massiven Einsatz mathematischer Methoden. Die Liste ließe sich weiter fortsetzen.

Die genannten Punkte lassen auch den Übergang zwischen Technik, Statik, Biologie, Ingenieurkunst und Physik deutlich werden, wobei in diesem Zusammenhang die Physik als „Schwester der Mathematik“ bezeichnet wird.

Gerade dieses fächerübergreifende Denken und Handeln hat – insbesondere durch die Verwendung computergestützter Methoden – sehr zum Erfolg der Mathematik beigetragen. „Mathematik war nie so erfolgreich wie in den vergangenen 20 Jahren“, so Günter Ziegler, ehem. Vorsitzender der Deutschen Mathematiker-Vereinigung.

Nicht nur durch den beschriebenen Bezug auf Anwendungen im Rahmen unserer technikorientierten Alltagswelt, sondern auch durch die Beschäftigung mit lebensnahen Problemen der Lernenden sollen diese erkennen, dass Mathematik auch ein Teil unserer Kulturgeschichte ist.

Im Idealfall sollten zumindest die älteren Schülerinnen und Schüler am St. Xaver die Mathematik als Kulturgut erkennen, bei dem u.a. Aspekte wie Ästhetik und Kreativität einen großen Stellenwert genießen. Unterstützt wird dieses Anliegen am St. Xaver durch zahlreiche Arbeitsgemeinschaften und durch die Wahrnehmung eines breiten Angebots an Wettbewerben in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften („Mathematik-Olympiade“, „Känguru“- und „Jugend forscht-Wettbewerbe“, „Physik-Olympiade“).

Wer sich ernsthaft und ausdauernd mit der Mathematik beschäftigt, wird von ihrer einzigartigen Schönheit immer wieder neu überwältigt.

Dr. Burkhard Sievers

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2) Vortrag am Gymnasium St. Xaver zum Thema Windenergie (J. Lackmann)

Lackmann Vortrag (St. Xaver)

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3) Schüler-Präsentation zum Integrierten Klimaschutzkonzept

Integriertes Klimaschutzprojekt

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4) Schüler-Aufsatz zur Schülerakademie SAM-OWL 2015 (P. Sprink)

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5) Schüler-Aufsätze zur JuniorAkademie 2015 (F. Schachteli & T. Oelke)

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6) Schüler-Aufsatz zum Tag der Landtechnik 2015 (F. Schachteli & P. Eckhardt)

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7) Schüler-Aufsatz zum Jahr des Lichts an der Uni Paderborn (P. Eckhardt & J. Falke)