11.04.2026

Medienscouts-Aktion „Desinformation und Fake News“

In der Woche vor den Osterferien haben unsere Medienscouts der Jahrgangsstufe 11 eine Doppelstunde zum Thema „Desinformation und Fake News“ in Klassen der Jahrgangsstufe 7 durchgeführt.

Ziel der Aktion war es, die Siebtklässlerinnen und Siebtklässler fit im Erkennen und Einordnen von Falschinformationen zu machen und ihnen konkrete Strategien an die Hand zu geben, wie sie verantwortungsvoll mit Inhalten im Netz umgehen können. Die Planung und Durchführung orientierte sich am Material „Vertrau mir“, das von der Landesanstalt für Medien NRW herausgegeben worden ist.

 

 

Zum Auftakt führten die Medienscouts in das Thema ein: sie zeigten zwei Bilder, die die Schülerinnen und Schüler miteinander vergleichen sollten. Eines wurde von ChatGPT generiert und das andere war von der Tagesschau. Die Kinder sollten sagen, welches Bild „echt“ ist. Dies schaffte die Basis für die folgende Auseinandersetzung mit dem Thema „Desinformation“, worunter die gezielte Verbreitung von Falschinformationen verstanden wird – oft professionell gestaltet und mit klaren Absichten. Dann erfolgte ein Stationenlernen mit vielen „Aha-Momenten“ anhand der folgenden vier Stationen:

  • Station 1: „Wer hat’s verbreitet?“
  • Station 2: „Fakt oder Fake?“
  • Station 3: „Blitzschnell manipuliert“
  • Station 4: „Durchbrich den Kreislauf“

 

 

So ordneten die Schülerinnen und Schüler anhand eines Kartensets typische Desinformationen verschiedenen „Akteur-Typen“ zu und diskutierten Motive: Wer profitiert vom Verbreiten? Stehen Motive wie Aufmerksamkeit, Klicks, Geld, Einfluss im Vordergrund?

 

In einem interaktiven Quiz (Station 2) entschieden die Gruppen zu Überschriften und Bildern: echt oder falsch? Anschließend klärten kurze Erklärtexte auf. Dabei sammelten die Lernenden Prüfkriterien wie Quelle, Autorenschaft, Bildkontext, Datum und ob andere seriöse Medien ebenfalls berichten.

 

Bei Station 3 standen zwei Manipulationstechniken im Fokus: „Verfälschte Zahlen“ und „Panik machen“. Die Gruppen entwickelten zu vorgegebenen Bildkarten eigene Beispiel-Posts (Überschrift und Hashtags) – ein kreativer Perspektivwechsel, der Wirkmechanismen von Desinformation sichtbar macht.

 

Innerhalb der letzten Station wurde anhand von Beiträgen (Caption und Video) diskutiert: Ist das vertrauenswürdig? Woran erkennt man das? Wenn nicht: Warum ist das problematisch – und was kann man konkret dagegen tun? So wurde aus Analyse Handlungsfähigkeit.

 

Zum Abschluss sammelten die Medienscouts Eindrücke im Plenum: Was habt ihr gelernt? Was war neu, was schwierig? Welche Fragen bleiben offen? Viele Gruppen benannten als wichtigste Erkenntnis: „Fragen, wem das nützt“, Quellen prüfen, in mehreren seriösen Medien gegenchecken – und im Zweifel nicht teilen. Als Ergebnissicherung erhalten die Klassen die Aufgabe, „10 Tipps für den Umgang mit Informationen im Internet“ zu formulieren; daraus entsteht ein Klassenposter für die weitere Arbeit.

 

Ein herzlicher Dank gilt unseren Medienscouts der EF für Vorbereitung, Moderation und die geduldige Unterstützung an den Stationen. Sie haben gezeigt, wie Peer-Learning auf Augenhöhe funktionieren kann – praxisnah, reflektiert und mit Spaß am gemeinsamen Entdecken.