Im Mittelpunkt der Feier standen vier Redebeiträge, die aus unterschiedlichen Perspektiven vor Augen führten, warum Offenheit und gegenseitiger Respekt gerade im schulischen Alltag wichtig sind. So machte Schulleiter Antonio Burgos – auch anhand persönlicher Erfahrungen – deutlich, dass eine klare Haltung gegen Rassismus nicht erst dort beginnen darf, wo Diskriminierung offensichtlich wird. Vielmehr trete Rassismus im Alltag oft auch unterschwellig auf. Umso wichtiger sei es, ein Gespür hierfür zu entwickeln und aufmerksam zu sein, um in solchen Situationen Haltung zu zeigen. Die Aufnahme in das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ sei deshalb nicht nur eine Auszeichnung, sondern vielmehr ein Auftrag an die gesamte Schulgemeinschaft.
- Als sichtbares Zeichen für die Aufnahme in das Netzwerk wurde das Emblem „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ überreicht – sehr zur Freude aller Verantwortlichen für diese Initiative.
- Der vokalpraktische Kurs unter Leitung von Frank Kieseheuer setzte u. a. mit dem Song „You are the Voice“ ein Zeichen gegen Hass und Diskriminierung.
- Schulleiter Antonio Burgos stellte heraus, dass mit der Aufnahme in das Netzwerk auch eine Verpflichtung verbunden sei: sich für ein respektvolles Miteinander einzusetzen.
Schülersprecher Noam Hühne stellte in seiner Ansprache heraus, dass es ein starkes Zeichen gewesen sei, dass sich die Schülerschaft gemeinsam für dieses wichtige Anliegen entschieden habe. Darauf könne die Schule mit Recht stolz sein. Zugleich bedeute die Auszeichnung, dass die Schülerinnen und Schüler Verantwortung übernehmen und sich auch in Zukunft für ein respektvolles und offenes Miteinander einsetzen wollen.
Einen besonderen Akzent setzte Weihbischof Matthias König: Er verwies in seiner Rede auf das Schicksal Geflüchteter, die auf ihrer Flucht Extremes erleiden müssten, eine Gesellschaft aber sehr bereichern könnten. So übernähmen sie wichtige Aufgaben, zum Beispiel im Gesundheitswesen. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass die Aufnahme von Migranten ein mühsamer Prozess sei, der Offenheit von beiden Seiten erfordere. Dabei sei es entscheidend, eine Sensibilität dafür zu entwickeln, wo Menschen ihre Würde genommen wird. Eine Schule könne dazu einen entscheidenden Beitrag leisten und das Bewusstsein dafür schaffen, dass niemand sich über andere stellen dürfe, sondern alle Schwestern und Brüder seien.
- Weihbischof Matthias König erinnerte u. a. daran, dass Migranten jeden Tag wichtige Aufgaben übernehmen und damit ein Segen für die Gesellschaft sind.
- Per Hüsges verwies auf die große Zahl an Schulen, die gemeinsam im Rahmen des Netzwerkes versuchten, klar Stellung zu beziehen und für ein gelingendes Zusammenleben einzutreten.
Der zuständige Ansprechpartner vom Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ Per Hüsges verwies schließlich in seiner Ansprache auf die große Zahl an Schulen, die mittlerweile Teil des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ sind. Gerade diese Gemeinschaft biete die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und sich so gegenseitig zu unterstützen. Schule könne damit einen wichtigen Beitrag leisten, gesellschaftliche Entwicklungen bewusst mitzugestalten.
Ein entsprechendes Zeichen setzten denn auch die Schülerinnen und Schüler des vokalpraktischen Kurses der Jahrgangsstufe 13, die unter der Leitung von Frank Kieseheuer die Auszeichnungsfeier musikalisch begleiteten. Sie sangen „Man in the Mirror“ von Michael Jackson, das zum Ausdruck bringt, dass Veränderung bei jedem selbst beginnt. Und mit dem Song „You are the Voice“ von John Farnahm erinnerten sie daran, dass jeder und jede eine Stimme hat, mit der er bzw. sie sich gegen Hass und Diskriminierung und für ein respektvolles Miteinander einsetzen kann – jeden Tag aufs Neue und ganz im Sinne der Initiative „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.




