07.03.2026

Dem Leben auf der Spur

Ohne Frage lassen sich auch im Alltag gewisse Resonanzerfahrungen machen. Wer aber neu die Tiefe des Lebens entdecken und ausloten will, der bzw. die ist gut beraten, sich auf den Weg zu machen – so wie die Klassen 9 des Gymnasium St. Xaver bei ihren Besinnungstagen im Jugendhaus Hardehausen.

Dabei setzten sich die Schülerinnen und Schüler je nach Interesse mit den Themen „Schöpfung“, „Leben und Tod“ und „Zukunft“ auseinander – und das oft auf eine individuelle und vor allem erfrischende Art und Weise. Davon zeugten die Ergebnisse, die die Jugendlichen am Ende dieser intensiven, spannungsreichen Auszeit präsentierten: In Form von Kurzfilmen, Plakaten, Interviews, Plastiken o. Ä. ließen sie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler Anteil haben an ihren Gedanken und Empfindungen zu diesen entscheidenden Lebensthemen.

 

Begleitet wurden sie in diesen Tagen nicht nur von ihren Klassenlehrerinnen und -lehrern, sondern insbesondere von Jacob Heemann und seinem Team, die mit guten Gesprächen und Impulsen den Jugendlichen während dieser intensiven Auszeit ermutigend zur Seite standen. Der gute Geist des Jugendhauses und insbesondere auch der spirituelle Rahmen dürften das Ihrige dazu beigetragen haben, dass die Besinnungstage von Gewinn waren. So stellte ein Gottesdienst mit Schulseelsorger Maurinus Niedzwetzki in der besonderen Atmosphäre der Jugendkirche Hardehausen sicherlich für viele einen der Höhepunkte der Tage dar.

 

Allen Verantwortlichen sei daher noch einmal herzlich für ihren intensiven Einsatz gedankt, der den Jugendlichen ermöglichte, sich noch einmal neu mit sich und dem eigenen Leben auseinanderzusetzen – und das ganz zwanglos, mit Freude und Spaß, in einer schönen Atmosphäre, wie es das folgende spontan von Schülerinnen verfasste Gedicht zum Ausdruck bringt:

 

Schön war’s,

doch leider ist es jetzt vorbei.

Und morgen gibt’s kein frisches Ei.

Aufgewacht sind wir jeden Morgen

ohne Kummer oder Sorgen.

Abends ging’s oft spät ins Bett,

doch Musik machte die Müdigkeit wett.

 

Ziegen, Hühner und Kühe

– Hardehausen gibt sich Mühe.

Auch drumherum ist es wirklich schön,

doch weiter als zu den Mauern durften wir nicht gehen.

 

Die Sporthalle war immer besetzt,

beim Fußball wurden viele gehetzt.

Dass sich manche da leicht verletzt,

hat die Stimmung nicht geätzt.

Auch Schwimmen durften wir abends gehen,

doch viele hat man da nicht gesehen.

 

Zukunft, Leben oder Tod

– bei den Workshops wurden viele abgeholt.

Zwischendurch sah man manche dösen,

doch wir sind deswegen nicht die Bösen.

Tagsüber hatten wir keine Handys – unverfroren

und die Uhrzeit ging so vielen verloren.

 

Das Essen war doch gar nicht schlecht

Und auch den Lehrern war es recht.

Die Klassen wurden so durchgetauscht

und manche kamen in einen Freundschaftsrausch.

 

Jeden Morgen hatten wir unsere stillen Momente.

Und im Tierpark sahen wir die Wisente.

 

Ab und zu wurde an der Wahrheit gebogen

und die Lehrer etwas belogen.

Als Letztes gab es noch Projekte,

ob Film oder kreativ oder Texte,

wir alle gaben das Beste.

Beim Erstellen gaben wir Vollgas

und auch das Anschauen machte allen Spaß.

 

Zusammenfassend war es doch wirklich schön

und wir freuen uns auf ein Wiedersehen.