Besonders eindrücklich war der Besuch des Anschauungsbergwerks. Unter Tage wurde sehr deutlich, wie hart und körperlich belastend die Arbeit im Steinkohlebergbau war: enge Stollen, schwere Maschinen, Dunkelheit, Lärm und Hitze vermittelten einen realistischen Eindruck von den Arbeitsbedingungen, denen die Bergleute täglich ausgesetzt waren. Auch die Ausstellung beeindruckte durch ihre Vielschichtigkeit. Auf vier Ebenen wurde die Geschichte des Bergbaus aus unterschiedlichen Perspektiven dargestellt: von der Entstehung der Steinkohle vor Millionen Jahren über die industrielle Entwicklung bis hin zum Strukturwandel und den heutigen Transformationsprozessen im Ruhrgebiet.
Neben historischen Exponaten und technischen Entwicklungen setzten sich die Lernenden auch mit gesellschaftlichen Folgen des Zechensterbens auseinander. Eine künstlerische Ausstellung bot zudem einen kulturellen Zugang zum Thema und zeigte, wie stark der Bergbau Identität und Selbstverständnis der Region geprägt hat.
Zum Abschluss durften die Jugendlichen noch hoch hinaus: Bei bestem Wetter ging es auf den Förderturm, von dem aus sie einen beeindruckenden Blick über das gesamte Ruhrgebiet genießen konnten – ein Perspektivwechsel, der den Wandel der Region auch räumlich erfahrbar machte.
Die Exkursion machte deutlich, dass Strukturwandel weit mehr ist als ein wirtschaftlicher Prozess – er verändert Lebensräume, Arbeitswelten und ganze Regionen nachhaltig.





