Im Mittelpunkt standen Fragen und Herausforderungen, die junge Menschen bewegen – von Diskriminierung und Leistungsdruck über Frauenbilder im Wandel der Zeit bis hin zu politischem Extremismus und den Auswirkungen sozialer Medien auf die psychische Gesundheit.
Die Veranstaltung beeindruckte die zahlreichen Besucherinnen und Besucher durch ihre Vielfalt, ihre Tiefe und die spürbare persönliche Betroffenheit der Schülerinnen und Schüler. Die vorgetragenen, teils selbst geschriebenen Texte machten in Verbindung mit den ausgestellten Kunstwerken sichtbar, wie intensiv sich die Jugendlichen mit ihren Themen auseinandergesetzt hatten. Viele Beiträge regten zum Nachdenken an, hinterfragten gesellschaftliche Entwicklungen und eröffneten neue Perspektiven auf oft übersehene oder verdrängte Probleme. Die persönliche Auseinandersetzung mit den gewählten Fragestellungen war in jedem Beitrag spürbar und verlieh der Veranstaltung eine besondere Authentizität.
- Charlotte Neuwinger und Hannes Lüke widmeten sich in ihrem Projekt der Gleichstellung von Frauen und trugen u.a. Auszüge aus einer Rede Emma Watsons vor.
- Emily Heidinger und Michelle Fischer lasen emotionale Auszüge aus einem Erfahrungsbericht zu sexualisierter Gewalt vor.
- Anna Versteeg und Angelique Knoll beschäftigten sich in ihrem Projekt mit Diskriminierung von Frauen im Islam und bezogen sich auf die Geschichte von Ina Mahsa Amini.
- Felix Wiegand hielt eine beeindruckende Rede über die Gefahren von politischem Extremismus und rief dazu auf, unsere demokratische Grundordnung aktiv zu gestalten.
Für die musikalische Gestaltung sorgte der Vokalpraktische Kurs der Jahrgangsstufe Q1 unter der Leitung von Frank Kieseheuer, der den Abend mit Liedern ergänzte, deren Botschaften die Inhalte der Ausstellung auf eindrucksvolle Weise aufgriffen. Mit „Man in the Mirror“ von Michael Jackson wurde die Bedeutung persönlicher Verantwortung für gesellschaftliche Veränderung thematisiert. „You’re the Voice“ von John Farnham setzte ebenso ein kraftvolles Zeichen für Mut, Zusammenhalt und die Bedeutung, die eigene Stimme zu erheben.
- Der Vokalpraktische Kurs gab der Veranstaltung durch die musikalischen Beiträge einen stimmungsvollen Rahmen.
- Im Rahmen einer Vernissage war nach der Veranstaltung Raum und Zeit, sich die Kunstwerke der Lernenden anzusehen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
„Ungehört – Wir geben Themen eine Stimme“ zeigte eindrucksvoll, wie junge Menschen gesellschaftliche Herausforderungen wahrnehmen und kreativ verarbeiten. Der Abend machte deutlich, dass Schule weit mehr sein kann als Wissensvermittlung: Sie kann ein Ort sein, an dem Haltung entwickelt, Verantwortung übernommen und gesellschaftlicher Dialog angestoßen wird. Die Veranstaltung hinterließ bei vielen Gästen einen nachhaltigen Eindruck und wird noch lange in Erinnerung bleiben.





