In drei Gruppen aufgeteilt begaben sich die Schülerinnen und Schüler auf Spurensuche und wurden u. a. im Paderborner Dom fündig. Hier erfuhren sie im Rahmen von Domführungen, wie Menschen die Geschichte des Erzbistums hindurch ihren Glauben gelebt und diesen weitergegeben haben und welche zentrale Rolle dabei auch die kirchliche Liturgie spielt. Ihre Bedeutung wurde für die Jugendlichen nicht nur durch die Imposanz des Gottesdienstraumes, sondern insbesondere auch in einem gemeinsamen Gebet greifbar: im Rahmen eines meditativen Impulses in der Krypta an der historischen Grabplatte Bischof Meinwerks.
Begegnungen im Kloster und im Diözesanmuseum
Dass Menschen sich auch heute von Gott ansprechen lassen und aus dieser Erfahrung heraus Aufgaben in der Kirche übernehmen, das war für die Schülerinnen und Schüler in vielen Begegnungen während ihrer Exkursion spürbar. So berichtete u. a. Sr. M. Ancilla Ernstberger beim Besuch des Michaelsklosters eindrücklich davon, was sie dazu bewegt hat, ihr Leben ganz auf Gott auszurichten. Und auch zahlreiche Kunstwerke, die den Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Rahmen eines museumspädagogischen Programms im Diözesanmuseum nähergebracht wurden, zeugten davon, welchen Stellenwert der christliche Glauben im Leben von Menschen haben und wie er sie bewegen kann – früher und heute.
- Wie wichtig eine vernunftgeleitete Beschäftigung mit dem christlichen Glauben ist, das veranschaulichte u. a. Prof. Dr. Annemarie Pilarski von der Theologischen Fakultät anhand eines Beispiels aus der Kirchengeschichte.
- Wie Menschen die Geschichte des Erzbistums hindurch ihren Glauben gelebt und diesen weitergegeben haben, wurde den Schülerinnen und Schülern u. a. anhand von Kunstwerken im Diözesanmuseum veranschaulicht.
Überlegungen über die Relevanz des christlichen Glaubens an der Theologischen Fakultät
Bei ihrem Besuch an der Theologischen Fakultät erfuhren die Schülerinnen und Schüler zugleich, wie spannend und wichtig eine vernunftgeleitete Beschäftigung mit dem Glauben ist: Im Rahmen dreier Vorlesungen stellten Prof. Dr. Rüdiger Althaus, Lena Widera und Prof. Dr. Annemarie Pilarski aus der Perspektive ihrer jeweiligen Disziplinen Überlegungen dazu an, welche Bedeutung der christliche Glaube hat und welche Konsequenzen sich aus ihm ergeben – auch in unserer Zeit.
- Einen Eindruck davon, wie Menschen ihrem Glauben Ausdruck verliehen haben, konnten die Jugendlichen auch im Rahmen eines museumspädagogischen Programms im Diözesanmuseum erleben.
- Beeindruckt zeigten sich viele Schülerinnen und Schüler auch von der Imad-Madonna: ein fast tausendjähriges Zeugnis des christlichen Glaubens im Erzbistum Paderborn.
Fazit: Viel braucht es nicht…
Entsprechend bemerkenswert war es, wie alle bereit waren, Auskunft zu geben und von ihren Erfahrungen zu berichten. Und vermutlich bedarf es auch gar nicht mehr, um Schülerinnen und Schülern zu Beginn der Oberstufe darzulegen, was Glaube und Kirche ausmacht – getreu der im Johannesevangelium geäußerten Einladung: „Komm und sieh!“ (Joh 1,39)



